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Lutscher wird Tätowierer
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Lang ist´s her, dass Lutscher Zeit fand für sein Projekt „Wie werde ich ein echter Kerl“. Da aber die Saison schon längst gelaufen ist, alle klugen Ratschläge erteilt sind und es auch nicht lohnt bis zum Saisonende noch einen Streit vom Zaun zu brechen, geht es wieder los. Die Lösung für das Problem war seinerzeit das Durchlaufen von echten Männerberufen. Nach seinen Erlebnissen im Vakuum und als Coiffeur schnuppert Lutscher jetzt in die eisenharte Welt der Tätowierer hinein. Das sind samt und sonders harte Kerle, oder Mannsweiber (doch das wär ja auch ein Fortschritt).
Das einer wie er allerdings nicht so ohne Weiteres an einen solchen vor Testosteron strotzenden Ort wie ein Tattoo-Studio kommt, hätte sich Lutscher eigentlich auch vorher denken können – hat er aber nicht und flog prompt wieder raus. Trotz gewisser geistiger Unschärfen, entmutigen lässt sich ein Lutscher schon gar nicht. Um sich seinen Traum doch noch zu erfüllen fragte er beim Arbeitsamt nach und bekam einige Qualifizierungsmaßnahmen nahe gelegt. Kümmern müsse er sich aber selbst hieß es. Hier eröffneten sich nun mehrere Möglichkeiten: Knast – für angehende Tätowierer keine schlechte Referenz, kommt aber für Lutscher nicht infrage, die |
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Lounge führt sich schließlich nicht allein. Eigenständiges kreatives Arbeiten bzw. „learning by doing“ – bewaffnet mit Tuschkasten und Omas Stricknadeln werden die gängigsten Motive ausprobiert...der niedrige Dalmatiner ist übrigens Lutschers Testobjekt El Dachshund. Doch auch hier fehlt die fachkundige Anleitung. Deshalb führte den blonden Engel sein Anliegen letztendlich in den Beauty-Salon. Beim gepflegten Tratsch mit Uschi und Tscheienne wurde Lutscher in die Kunst des Permanent Make-Up eingeweiht und erfuhr so manches Geheimnis über die Schönen und Reichen. So erscheint Proleten-Ikone Grabowski wöchentlich für neue Brusthaar-Extensions bei den Damen, vor der Unterhosenmodel-WM soll Kalle den Salon sogar eine komplette Woche blockiert haben. Auch der abgehalfterte Startrainer Markert ist Stammkunde und in Beauty Kreisen weithin als Botox-Markert bekannt*. Zum Abschied tauschte man noch Telefonnummern aus und Lutscher lud die Mädels zum Kaffeeklatsch in seine Bar ein. So gerüstet dürfte einem weiteren Besuch bei den Tätowierern ja wohl nichts im Wege stehen.
*anders ist dessen regungsloses Gesicht auch nicht zu erklären und jedem normalen Trainer wären bei einem solchen Saisonverlauf die Gesichtszüge wohl schon mehrfach entgleist
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06.08.2010 10:35 -
Sir Pudding Lutscher -
Riflemen
(0.3 TK)
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