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Freie Narrheit
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Wenn wilde Flüsse über Asphalt die Steine des Anstoßes aufwärts schieben und wenn ein Jäger ohne Feder dahinschmelzt, dann soll jede Eiche ohne Stamm wahllos weinen und herzlos heulen, bis ein neuer Morgen mit feuerrotem Gewand die Allee entlang schreitet und nirgends nach Schutz sucht, als genau in dir.
Rollende Fische, die Mägen hunderter Kühe und ein Ast, ein Ast, der hin und her schwingt, leise singt, verhaucht verklingt, das ganze liebende, singende, schreckliche Jahrhundert im Klotz seiner linken Hand, zur Tür geht, die Eulen missachtend und einfach nur frei.
Sollte die Zukunft ohne Sandkörner im Glas der |
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Ewigkeit eine Marmortafel gebären, so werdet ihr es verstehen, wirst du es erfahren. Die Wahrheit liegt hinter Zentnern Zement, verscharrt und unsicher, doch da und wahr.
Klopft nur den Mörtel ab, besiegt das Feuer in eurem Kopf, und ihr werdet ewig sehen. Das Licht und Euch. Doch wenn nicht, dann ist das alles hier nichts, dann ist jedes Wort ein Gedicht an einen Tauben, ein Blick eines Blinden und das Gericht, das über uns sitzt.
Verständnis ist mehr als nur Verstehen, mehr als nur Schnipsel, vom Wind getrieben. Der Tempel steht offen, die Kerzen zünden sich von selbst, doch reinigt ihr den Docht nicht - die ganze Welt wird zu Stein.
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24.08.2010 14:52 -
Graf Franz von Moor -
León AC
(0.3 TK)
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