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The Superliga-Compilation II 1/3
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Nach dem großen kommerziellen Erfolg der Erstausgabe aus Saison 29, gibt es auch in der aktuellen Spielzeit den offiziellen Superliga-Sampler. Erneut wurden alle 18 portugiesischen Trainer nach ihren Vorlieben befragt und darum gebeten, die heimischen Plattenschränke zu durchstöbern, um einen zum Club oder zum Übungsleiter passenden musikalischen Beitrag auszuwählen. In dieser Woche stellen die ersten sechs Coaches ihre Titelauswahl vor.
1. SC Portimonense (picknick): Thomas Dolby: “She blinded me with science”
Den Auftakt zur aktuellen Zusammenstellung macht kein Geringerer als Edelkolumnist und Ex-Meister picknick, der gleich mit einer besonders persönlichen Songauswahl vertreten ist. Der Stolz der Algarve wartet mit einem romantischen Blick in das eigene Seelenleben auf und liefert Auskunft darüber, wie die Herzdame dereinst das triste Schicksal aufwertete. Mit Ökonometrie und Multivariaten Verfahren wurde das kalte Herz nachhaltig erwärmt. Noch heute wird in Portimao zum Jahrestag stets eine Hauptkomponentenanalyse durchgeführt.
2. FC Porto (Dan Solo): Van Halen: “Jump”
Die Talente von Fröschen sind jenseits von fressen (und gefressen werden), springen und quaken bekanntlich äußerst überschaubar. Das in Portugal heimisch gewordene Exemplar kann allerdings eine bemerkenswerte Sprungkraft vorweisen, die zuletzt den ganz großen Sprung von der Hauptstadt in die Metropole des Nordens ermöglichte. Insofern bietet der Klassiker von Van Halen auch die passende akustische Untermalung zur Krötenwanderung.
3. Uniao Leiria (Van de Baydar): Coldplay: “Clocks”
Zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk liefert Van de Baydar für Uniao Leiria an jedem ZAT seine Spielzüge ab. Auch wenn der ganz große sportliche Erfolg bis dato ausgeblieben ist, sollte man nicht verkennen, dass der Spielspaß an Copa Mundial zu einem wesentlichen Teil auch von der Spezies des in den Medien weniger präsenten (aber |
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verlässlichen) Mitspielers abhängt. Insofern kann man nur gerührt feststellen, dass es mehr Van de Baydars braucht, dann gäbe es neben mehr Copa-Ligen auch weniger Kriege und Hunger auf der Welt. Amen.
4. Académica Coimbra (schnippel): AC/DC: “Thunderstruck”
Académica-Coach schnippel nutzt die Gelegenheit zur Songauswahl dazu, mit einem weit verbreiteten Irrtum aufzuräumen: Der Bandname AC/DC steht natürlich nicht für Gleichstrom / Wechselstrom, sondern für „Académica Coimbra / Designated Champion“. Insofern sollten alle Oddset-Teilnehmer nochmals ihre Tippabgabe überdenken, bevor das Team aus der Universitätsstadt in dieser Saison zum Donnerschlag ausholt und die Superliga stürmt. Am Ende soll sich niemand beschweren, es hätte keine sachdienlichen Hinweise gegeben.
5. CD des Aves (cafu): Ikon: “In a lonely place”
Mit Darkwave aus Australien liefert der portugiesische Kekszampano einen überraschenden Beitrag ab. Wir erinnern uns in diesem Zusammenhang gerne an das Fotos des Gebäckimperators, das ihn mit einem „A Bola“-Schild vor der Oper von Sydney zeigte. Leider hatte ein sehschwacher LKW-Fahrer diese Information missverstanden und die Trainerikone irrtümlich per Anhalter mitgenommen – in die Nullarbor-Ebene. Insofern erscheint die zwischen den Ortschaften Mundrabilla und Eucla vorgenommene Songauswahl letztlich doch schlüssig.
6. Belenenses (Uli Stoehnes): Vengaboys: “We’re going to Ibiza”
Ein phonetisches Missverständnis führte bei Belenenses zu einer eigentümlichen Titelauswahl. Blätterteig- und Kuchenliebhaber Uli Stoehnes hatte in kulinarischer Vorfreude einen Song der Vengaboys ausgewählt, bei dessen Titelzeile ihm eine Fehlinterpretation unterlief. Erst nach Einreichung des Machwerks beim zuständigen Musikverlag konnte Stoehnes darauf hingewiesen werden, dass der Song im Ursprung nicht “We’re going to eat pizza“ heißt. |
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03.09.2010 22:12 -
Horst Manson -
Marítimo Funchal
(0.3 TK)
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