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Tore? Naja, ein Tor ist...
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Was ein Tor ist, steht schon in der Bibel. So heißt es in den Sprüchen, Kapitel 17: Ein Tor ist, wer in die Hand gelobt und Bürge wird für seinen Nächsten. Das lernt der Jurist schon im dritten Semester: Bürgen tut man nicht, jedenfalls nicht für einen Tor. Oder für ein Tor? Bürger vor die Tore. Letzte Woche fand Villa Espanola noch Tore am Straßenrand. Diesmal nicht. Nur die Gegner fanden Tore satt. So ist Villa Espanola das Team in Uruguay, das am meisten Treffer kassiert hat. Und zwar am allermeisten, weit mehr, als jedes andere Team.
Ob die wenig geistreichen Artikel der lokalen Presse der Grund dafür sind? Die Angriffe gegen |
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die Mitstreiter bzw. Gegner bzw. Tore oder Obertore? Es gibt noch andere literarische Verwendungen des Begriffs Tor. Zum Beispiel: Dies Licht zu schaun ist Menschen süß, das Süßeste! Jenseits ist nichts! Ein Tor ist, wer den Tod begehrt! Ein elend Dasein besser als ein schöner Tod! So lautet es - in fremder Sprache und Schrift im Original - in Euripides Iphigenie in Aulis. Zum sterben zu viel, zum Leben zu wenig. Zum Aufstieg viel zu wenig. Immerhin verzichtet Villa Espanola selbst darauf, das Runde ins Eckige zu befördern, sonst würden die Zuschauer viel zu viele Tore sehen. Also auf ein Neues in den nächsten beiden Spielen! Wird es wieder eine TORtur? |
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17.09.2010 21:25 -
Malcomania -
CSyD Villa Española
(0.3 TK)
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