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Shons notorischer Nihilismus
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Japanische Bräuche hasst der Durchschnitts-Chinese wie die haarigen Unterarme einer Frau – da ist Hamma Shon keine Ausnahme. Diese affektierten Verbeugungen, sinnlosen Grinsattacken, selbst wenn einen der Chef gerade gefeuert hat, kann und will er einfach nicht verstehen, geschweige denn für sich akzeptieren.
Er verneint weiterhin jedwede Kooperation mit solch persönlichkeitsgestörten Individuen. Man muss auch mal schreien können, wenn einem danach ist oder eben zum Geburtstag einen fröhlichen Lap-Dance hinlegen dürfen, so wie jüngst geschehen auf dem 400. Ehrentag des japanischen Fußball-Urgesteins Nili Nil. Shon legte nach ein paar |
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Kaltgetränken seinen muffigen Anzug ab, sprang auf die Karaoke-Bühne und bewegte sich zur Music von Foxy Brown wie eine verbotene arabische Wüstenblume – eine Riesenshow, wenn es eben nicht auf japanischem Boden gewesen wäre. So gab es nur wütendes Kopfschütteln und halbherziges Klatschen. Für den Kenner der Szene ganz klar, dieses Publikum war mehr als aufgebracht. Aber Hamma Shon kann nicht mehr anders – er braucht mal wieder Spaß, mal wieder menschliche Emotionen. Egal was man tut, ob nun Sex, Kickboxen, Lap-Dance oder Glücksspiel, die Reaktion der Japaner ist immer die gleiche: Eine kurze Verbeugung, gefolgt von halbgarem Händeschütteln. Es ist grauenhaft!
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20.09.2010 19:48 -
Hamma Shon -
Sagan Tosu
(0.3 TK)
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