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Sandmann reloaded
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Aus der finsteren Wüste weht ein Wind, der mit jedem Staubkorn die Motoren der Welt verklebt. Wie eine unsichtbare Wolke schwebt er über dem Tal, das die Könige beherbergt, kein stilles Wasser trübt seine Erscheinung. In ständiger Bewegung verfällt er dabei nicht, sondern sondert sich von den Gezeiten ab und lässt sich nichts vorschreiben von dem alten Mond, der am Himmel thront und die Weltmeere kontrolliert.
Es ist dieser Wind, diese pulsierende Masse an Zeit, ohne die keine Pflanze vegetieren, keine Taiga tunten und keine Tunten tigern könnten. Allein dieser Schlag auf die Weltenuhr dröhnt lauter als alle |
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Verspechen der Vergangenheit. Kennt jemand nicht die Auferstehung des Einzigen? Er kam am Abend, jeden Tag, mit der Pünktlichkeit eines Maurers, der seine Brotdose und sein Bier vergaß.
Nun kommt er nicht mehr, er ist verstummt, er fiel herunter aus großer Höhe und schlug auf. Melonensalat in seinem Kopf. Einzig der Sand bleibt, nebst seinen Sprüchen über Tugend, Sexualität und Moral, die gaffend seinen Mund verließen. Fort ist das Vergangene nun, die Augen reiben sich nicht mehr auf an all den winzig kleinen Steinchen, die sich aneinander verbrauchen.
"Feuerkreis dreh' dich - Feuerkreis dreh' dich" |
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21.09.2010 08:36 -
Graf Franz von Moor -
León AC
(0.3 TK)
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