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Vaganten Bühne
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Die ganze Welt ist eine Bühne, der Spiegel ist der kleine Zeiger der Uhr und die Maske der große, alles läuft sich die Schuhe wund und am Ende stehen die grinsenden Henker mit einem Schaumstoffbeil. Grinsend, ja grinsend wie ein Kind im Schlaraffenland, als wäre diese Arbeit ein Vergnügen und die Bäuche sollen nur schön weh tun, bevor der Alltag selbst einen Schluck haben möchte.
Ohne alle Zusammenhänge ganz zu verstehen, was sowieso unmöglich ist, kann dennoch Freude oder Trauer empfunden werden. Meistens Langeweile, das ist klar, aber in manchen lichten Momenten auch Zacken, die mittelalterlichen Klauen gleichen, und den Kopf verschieben.
Merkt |
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der normale Mensch auch nach Wochen nicht, dass der Sessel nun an der entgegengesetzten Seite des Zimmers steht, so merkt doch jeder diese Veränderung. Ein Möbelstück verschieben, einen Kopf verschieben, einen Kopf verrücken, verrückt machen.
Natürlich hat in unserem modernen Zeitalter keiner mehr Angst vor Gespenstern, aber ist nicht auch das nur ein Wort für ein Phänomen. Gespenst, Kobold, Wahnsinn, alles nur Worte. Das Gefühl dazu wirkt mehr als die Folge der Buchstaben.
Letzte Nacht war kein Gespenst da. Aber etwas war da. Ich liebe Trampoline.
"Well, I try my best to be just like I am, but everybody wants you to be just like them." |
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28.09.2010 15:11 -
Muhnino -
Club Omnisport de Meknes
(0.3 TK)
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