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Das Institut
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Y. liebt das Institutionelle. Und Y. liebt Unterhosen. Deswegen ist er auch ins Priesterseminar gegangen. Religion als Privatsache, das ist seine Sache nicht.Wo kommt man denn da hin, wenn jeder betet, was er will. Y. weiss, wie man richtig betet. Daher geht er auch zu den Menschen raus, um sie zu missionieren. Dem Y. wurde das Missionarische quasi in die Wiege gelegt. Er geht zu den Menschen und die Menschen kommen zu ihm. Er holt die Menschen nach Hause in die Kirche zurück, in seine Kirche: in sein Institut. Dort überlassen die Menschen Y. ihre profanen weltlichen Güter, die sie nicht mehr brauchen, wenn sie einmal im |
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Institut sind. Zuerst überlassen sie Y. ihre Unterhosen. Und dann alles andere. Im Institut brauchen die Menschen keine Unterhosen mehr. Und auch nicht alles andere. Im Institut leben sie nach Y.’s Leere (sic!).
Argentinien ist ein gutes Pflaster. Es war immer schon ein gutes Pflaster. Ein gutes Pflaster für Nationalsozialisten, ein gutes Pflaster für Katholiken. In Y.’s Institut gibt es keine Nationalsozialisten. Und keine Katholiken, naturgemäß. Die Menschen, die ins Institut gehen, lieben ihren Reverend. Sie überlassen ihm alle ihre weltlichen Güter. Und ihre Unterhosen.
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11.10.2010 22:06 -
Bernd W. 4 -
CA Los Andes
(0.3 TK)
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