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An die Oberfläche, ihr Chilenen!
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Was für ein Schauspiel in Chile. Es machte den Anschein als wären sämtliche Fernsehkameras der Welt auf dieses ein Loch in der Nähe von Copiapo gerichtet. Kein Wunder, dass ein gar ähnlicher Akt fast bedeutungslos vorüber ging. Gut nur, dass die lokale Berichterstattung aus Rancagua ihren Pflichten nachkam und die Entwicklungen festhielt.
Chile, ein Land zum Meditieren, zum Philosophieren, ja manchmal auch einfach nur zum Schweigen. So ist landläufig die Meinung von dem sportlich gar nicht unbedeutenden Fleck der Copa-Landschaft. Kein Wunder also, dass der vermeintlichen Ruhepause um bedeutender Teilnehmer keine Beachtung geschenkt wurde. Immerhin reagierten, kommunizierten, dichteten ja noch einige Verwegene. Hätte man gewusst, dass dies nur einer weisen Vorausarbeit besonders Ambitionierter zuzuschieben war, man hätte sich wohl schon früher auf die Suche |
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nach dem Loch begeben.
Das Loch, oder von den Anwesenden auch das kleine chilenische Müllerchen genannt, wurde so nur durch Zufall entdeckt. Ein Wesen, nicht größer und dicker als Dan Solo, nicht einfühlsamer und verwegener als Powerkraut Jr. sowie nicht intimer und geheimer als fubini. Diese drei hatten sich zu ihrem Gesprächskreis in die Abgeschiedenheit bewegt und hatten nicht damit gerechnet, dass eine Strickleiter ausreichen würde, um wieder die Erdoberfläche zu erreichen. Auf ein Ende in der Tiefe eingestellt wurden sie plötzlich, ohne dass sie einen genauen Hintergrund ausmachen konnten, auch von der allgemeinen Sehnsucht nach einem gemeinsamen Erweckungserlebnis gepackt.
„Die Höhe von drei Meter, sie könnte überwunden werden. Wenn wir nur [….]!“, so lautet scheinbar das gemeinsame Gelöbnis!
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15.10.2010 18:10 -
Roquo -
Deportes Osorno
(0.3 TK)
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