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Drug (serb.): der Freund
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“Sie haben W. angeschossen!” Der Consigliere war selbst mehr als aufgebracht, als er die Nachricht dem Don überbrachte.
“Wer schießt auf meinen Neffen?” fragte der Don, und der Consigliere gab ihm den Namen des Schützen: Es war ein Niemand, ein Belangloser. Einer, dessen Dasein sich in Wurschtigkeit manifestiert hatte. Ein Mittelständler, dessen Name für den Titelkampf zu schwach, und für den Abstiegskampf zu unwichtig ist.
Die ganze Sache kam dem Don gelegen. Denn tief in seinem Innersten hatte er seinem Neffen bereits verziehen. Doch so sehr ihn der Don auch liebte, sollte der undankbare Neffe seiner Bestrafung nicht so ohne Weiteres entkommen. Er würde W. helfen. Einige |
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Zeit abseits vom Schußfeld würden den Kleinen wieder zur Besinnung bringen. Die “Liga der Freunde” wäre dafür genau das Richtige. “Ich wette, ihm schlottern schon so richtig die Knie beim Gedanken an die Druga” dachte der Don bei sich, seine Lippen von einem grausamen Lächeln umspielt. Und damit es nicht ganz so schlimm wird für W., würde ihm der Don den Championsleague-Titel zum Abstieg schenken. Doch das würde der Don davon abhängig machen, wie sich W. die nächste Zeit verhält.
Und was geschah mit dem Schützen? Der Don liess nicht durchblicken, was er mit ihm vor hatte, aber er wird wohl am eigenen Leib erfahren, wie sich ein wirklicher Patenzug anfühlt. |
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25.10.2010 10:23 -
Bernd -
Roter Stern Belgrad
(0.3 TK)
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