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Brad Pott steht Rede und Antwort
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Brad Pott übernahm in der 27. Saison Club Deportivo Maldonado, schaffte auf Anhieb den Aufstieg und führte in den beiden Folgesaisons seinen bis dato unbekannten Club ins internationale Geschäft. In der letzten Saison erreichte er sogar die Vizemeisterschaft. Er ist normalerweise kein Mann großer Worte, lässt wöchentlich lediglich ein Zitat von sich abdrucken. Doch heute hat er sich für unsere Redaktion Zeit genommen.
Redaktion: Herr Pott, ihre 4. Saison beim Club neigt sich dem Ende entgegen. Wie bewerten Sie die Entwicklung Ihres Vereins bisher?
Pott: Besser hätte es kaum laufen können! In der 27. Saison kannte uns noch niemand. Mit dem Aufstieg hatten wir den ersten Schritt getan, aber jeder rechnete mit einem klaren Wiederabstieg. Und dann erreichten wir direkt das internationale Geschäft - das war großartig! Danach hat uns niemand mehr unterschätzt und wir mussten trotz des rasanten Aufstiegs mit unseren finanziellen Mitteln haushalten. Und dennoch haben wir die Vizemeisterschaft erreicht. Ich denke, die Entwicklung des Clubs ist mit Worten kaum zu beschreiben!
Redaktion: Wo Sie schon die finanziellen Mittel ansprechen. Sie hatten bereits in Nigeria Erfolg. In den nicht mehr bei Copa verzeichneten Saisons 23-26 wurden Sie dort ein Mal Meister und ein Mal Vizemeister. Nun haben Sie in der aktuell vielleicht stärksten Copa Liga, Uruguay, die Vizemeisterschaft eingefahren. Meinen Sie, dass Sie dem Club noch lange treu sein werden?
Pott: Natürlich ist das Gehalt hier nicht das größte, aber für mich gibt es wichtigere Dinge. Zusammen mit dem Präsidenten und |
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einigen anderen Mitarbeitern habe ich hier einiges aufgebaut. Ich habe hier großen Kredit und werde respektiert. Es sollte nicht immer alles nur ums Geld gehen. Außerdem sind die Lebenshaltungskosten in diesem Land nicht die größten, ich werde also schon nicht verhungern!
Redaktion: Also können wir Sie beim Wort nehmen, dass Sie nach dieser Saison Trainer beim Club bleiben werden?
Pott: Fussball ist so schnelllebig, Versprechungen gebe ich nicht ab. Aber Sie können mir glauben, dass ich mich hier sehr wohl fühle. Sechs internationale Startplätze sind doch auch eine tolle Sache. Ich sehe momentan keinen Grund, Uruguay zu verlassen. Innerhalb Uruguays werde ich nicht wechseln. Die Chancen stehen also gut für Maldonado.
Redaktion: Herr Pott, zunächst vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben. Sie sind normalerweise etwas wortkarg. Warum reden Sie so selten mit der Presse und erlauben nur ein abgedrucktes Zitat pro Woche?
Pott: Das ist ganz einfach! Je mehr man sagt, desto größer ist das Risiko, dass die Presse etwas falsch abdruckt, um eine fettere Schlagzeile liefern zu können. Dieses Spiel spiele ich nicht mit. Ich versuche, keine Unruhe ins Team zu bringen und achte daher sehr genau auf das, was ich öffentlich von mir gebe. Ich brauche die Presse nicht, um meine Spieler zu motivieren und ich brauche sie nicht, um mich bei den Fans beliebt zu machen. Diese sind zufrieden, wenn die Mannschaft Erfolg hat.
Redaktion: Herr Pott, danke für das Interview!
Pott: Bitte, bitte! Ich werde mich auch bedanken, wenn ich sehe, dass alles korrekt abgedruckt wurde! |
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30.10.2010 01:06 -
Brad Pott -
Club Deportivo Maldonado
(0.3 TK)
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