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Wer hat's erfunden?
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Mit einem gewissen Maß an postmoderner Unerschütterlichkeit ließe sich ein Nachmittag im Jahr 1958 als Zeugungstermin des Lutschers herausdeuten. Da passierte in Barcelona das Folgende: Enric Bernat beobachtete, wie eine Mutter mit einem Kind schimpfte. Dieses lutschte sich die Finger klebrig, indem es die Hände wieder und immer wieder an den Mund führte, in dem es ein Bonbon lutsche. Bernat empfand Mitleid mit dem Lutzscherboy.
Er zog die Schlussfolgerung, dass das herkömmliche Bonbon ganz klar an den Bedürfnissen seiner Zielgruppe, den Kindern, vorbei entwickelt worden war. Bernat arbeitete damals in einer Fabrik, die sich vorzugsweise der Herstellung von Apfelmus widmete. Als er eine Handvoll potenter Investoren mit seiner innovativen Idee, der Herstellung von absolut hygienisch zu konsumierenden Bonbons auf kleinen Holzstielen, überraschte, wünschten diese Señor Bernat einen schönen Tag, ach was: gleich ein |
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schönes restliches Leben und wurden nie wieder in seinem Unternehmen gesehen. Andere hätten an diesem Punkt wohl aufgegeben und den Rest ihres Lebens damit zugebracht, aus den Holzstielen die sieben Weltwunder im Maßstab 1:2 nachzubauen oder mit den Füßen in Siruptöpfen zu planschen.
Andere gingen nach Finnland und dann nach Montenegro, um mit den Füßen in Siruptöpfen zu planschen. Dabei ist nicht einmal sicher, ob es das Bonbon oder der Bonbon heißt, geschweige denn der Lutscher, das Lutscher oder die Lutscher. Wenn es die heißt, sind es mehr. Das ist gut. Gibt es eigentlich Ricola am Stiel? Haben tatsächlich die Finnen den Lutscherboy in der Sauna eingesperrt, dass er sich auf den Balkan floh? Ist Lutscher ein sportlicher Floh? Beißt er? Oder lutscht er? Darauf lutschen wir erstmal ein Bonbon, aber kein Ricola aus Finnland! Wenn Zenum erst einmal Meister ist, gibt es dann noch ein Gummibärchen am Stiel!
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02.11.2010 00:14 -
Malteser -
FK Zemun
(0.3 TK)
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