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Limbofunktion
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Was die Überschrift, die aus der Kreativabteilung des schwedischen Vorzeigeclubs vom Vätternsee kommt, betrifft, kann man wohlfeil einige Erklärungsversuche abliefern.
Und dies ohne in Teils unsinnige, Teils schlampig recherchierte pseudophilosophische Betrachtungen abzuschweifen, wie es bei einigen schwedischen Lumbalpunktierten wohl vorkommen kann.
Erstens: Limbo ist der Name eines - naja - "Tanzes", der aus der Karibik zu uns kam und sich dadurch auszeichnet, daß der Tänzer sich wenig gelenkschonend unter einer viel zu niedrig angebrachten Stange hindurch bewegt. Sexuelle Konotationen sind erwünscht und erkennbar. Ethymologisch könnte das englische "limber" Ursprung sein, man weiß es nicht genau.
Auf der anderen Seite ist Limbo im englischen der Name der Vorhölle, als des Ortes, an dem man verweilt, |
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bevor der Satan einen in die wirkliche Hölle hinunterschickt. Quasi das Vorheizen im Fegefeuer, bevor man hinunter geht in den brennenden Schwefel und dort zwar unter Schmerzen, aber immmerhin warm, auf den jüngsten Tag wartet.
Drittens ist "to be in limbo" eine - zugegeben selten zu hörende - Redewendung mit der Bedeutung "in der Schwebe sein", der entrückte Zustand, bei dem man nicht weiß, ob es in Zukunft auwärts geht, oder man hart auf dem Boden der tatsachen aufschlägt.
Eine Funktion hingegen ist - mathematisch betrachtet - eine Abbildung zwischen einer Grund- oder Objektmenge in eine Zielmenge.
Welches Limbo jetzt ein die schwedische Liga abgebildet wird, bleibt dem geneigten Leser zur eigenen Interpretation überlassen. Fest steht nur, daß keine Deutung auch nurt annähernd den Zustand der AllSvenskan beschreibt. |
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12.11.2010 08:47 -
fubinini -
Jonköpings Södra IF
(0.3 TK)
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