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Chile - Eigentlich Eigen
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Die Erinnerung wird zwar stets hochgehalten, doch die chilenische Journaille gleicht beileibe nicht mehr nur einem unmotivierten Treffen der Unverzagten. Gar therapeutische Züge nimmt der wöchentliche Statusbericht inzwischen an.
Ein prominenter Vertreter des Eigenlobs benötigt den Stimulus schwedischer Dozentinnen, um die eigene Erfolglosigkeit zu ertragen. Nicht minder der Selbstattribution stets nahe, noch häufiger jedoch durch eine hohen Eigensinn auffallend, reflektiert der schwierige Zeitgenosse Dan Solo über sportliche Entwicklungen, deren Ausgang wohl nur ihm in dieser Form bekannt ist. Überraschend erfährt auch noch die Eigenbrötlerei |
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eine Renaissance. Der eine agiert ohne Ausrede, der andere mit Ausrede, doch beiden ist gemein: ihre Abkehr von der Stille ist überraschend. Und um die Gefahr eines Eigentors zu vermeiden tritt der betagte Kolumnist aus Nublense allgemein erst verspätet an die Presse heran.
Gar schöne Formen der Eigen-Therapie gibt es gerade für den sportlichen Bereich. Eigenblut und Eigenurin zeugen von der Kreativität des menschlichen Wesens. Auch die Eigenhaartransplantation hat ihre Vorteile. Doch sich in Chile von klassischen Vorgehensweisen abzuwenden ist wohl gar nicht so eigen. Auch wenn der Erfolg scheinbar doch durch eine Maßnahme besonders beeinflusst wird - den Eigenartikel.
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19.11.2010 17:31 -
Roquo -
Deportes Osorno
(0.3 TK)
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