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The Perfect Season
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Argentinien war sein Herzblut. Und jenes war tausendmalrotweissgestreift. Die C.A.L.A. war wie ein Kind für ihn, das er in den Niederungen der Nacional B übernommen und stetig nach oben geführt hatte. Und nun stand er mit ihr vor dem grössten Erfolg der Vereinsgeschichte. Das sollte gebührend gefeiert werden: Bei Rotwein und Rindfleisch, so wie es sich gehört in Argentinien.
“Oh Mann, was für eine Saison”, dachte W. bei sich, als er das halbe Kilo Bife de Chorizo vernichtet hatte, um das siebente Viertel Mendoza an seinen Mund zu führen: “Zuhause lupenrein, auswärts 5 Siege, so viele wie nie zuvor.” Nun würde er das ganze heimspielen. Es würde nichtmal notwendig sein, die |
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ganz tiefe Schublade - die mit der Avellaneda-Geschichte - auszupacken, wenn alles nach Plan läuft.
W. nahm noch einen Schluck, um dem ganzen gewachsen zu sein, was danach auf ihn zukommen würde: Zeitungsfritzen, Schulterklopfer, Frauen…
Die kleinen Unsicherheiten, die es noch gab, waren Erdnüsse: eine Auswärts-Fünf gegen den Hochstapler aus Rosario sollte dieser schon längst vergessen haben. Das Eberle-Theorem, dass Teams wie Boca nicht Meister werden können, ist noch nicht vollständig bewiesen. Und fenris könnte mit seiner Irrenhaus-Strategie auch einmal Glück haben. Aber das war so unwahrscheinlich, als ob ein Ball in einem Schlammloch liegen bliebe.
Aber dann
war da dieser eine Pfo-Sten… |
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26.11.2010 23:32 -
Bernd W. 4 -
CA Los Andes
(0.3 TK)
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