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Eine Geschichte über Nyyrikki Jyväskylä
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"Aus dem Leben kommen; ins Leben kommen, zur Sprache kommen", nickte er rhythmisch ab als er den roten aufgepinselten, sauber aufgepinselten, Wahlspruch der Räumlichkeiten erblickte, die sein zukünftiger Park sein sollten. Zumindest bis seine Lust eine tragikomische Figur zu sein, der FREIHEIT beraubt zu sein nach der er so dringend dürstete, vergangen sein sollte. Die Tür, über der der Schriftzug angebracht war, lag schwer und dumpf da. „Arbeit macht frei!“, dachte er sich, blanker Hohn, genau die Unmenschlichkeit einer Erziehungsanstalt (in seinen Augen einer Vernichtungsanstalt) erwartend. Doch wie war er eigentlich hierher |
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gekommen, warum musste er voller Gram nun vor dieser Pforte stehen und darüber nachdenken, ob sein Verhalten gegenüber „bestimmten Subjekten“, wie er sie nannte, doch nicht der Norm entsprechend gewesen war? Er wusste es nicht. Er kannte nur die trägen Tage der Angst, des ständigen lähmenden Augenblickes des Kampfes. Ein Kampf, der geführt wurde, um die auf den Straßen schreiend stehende Heilsgestalt der Brotkrumen, die selbst in den archaischsten Augenblicken ein Leuchten in die Augen der Jugend zauberte. Doch wie angekündigt war dies ein täglicher Kampf, der nicht selten auf den Kompostieranlagen der Zivilisation endete. |
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03.12.2010 14:04 -
Nyyrikki Jyväskylä -
Al-Shaab Club
(0.3 TK)
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