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Das Gleichgewicht der Kräfte am Nil
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Allzu gerne hätte sich Silvan Leibnits in der abgelaufenen Spielzeit selbst mit erneuten Titelehren geschmückt, wahrscheinlich auch lieber gönnerhaft ENPPI Kairo oder Ittihad Alexandria das eine Mal den Vortritt gelassen. Doch Amun-Re wollte es offensichtlich anders und der Ehrgeiz des seit dem Copa-Neustart eifersüchtig über die Geschicke Ägyptens wachenden Keksbarons erhielt neue Nahrung. Denn mit dem Ausgang dieser 30. Saison deutete sich immer klarer ein Führungswechsel innerhalb der nationalen Spitzengruppe an.
Der Trainer des El Gouna FC steht deshalb wieder einmal unter Zugzwang und hat eine konsequente Zielsetzung vor Augen: Um jeden Preis gilt es eine Dominanz des zweimaligen ägyptischen Meisters Mokawloon al-Arab |
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über die Vodafone Premiership zu verhindern. Nachdem die Liga zu lange Zeit ein Dasein im Schatten des mittlerweile heruntergekommenen Trainerlegende Capo gefristet hat, sollte eine vergleichbare Vorherrschaft, wenn sie nicht selbst zu erringen war, für alle Zeit verhindert werden.
Diese Balance der Kräfte aufrechtzuerhalten bedarf umso größerer Anstrengungen, als sich inzwischen eine relativ festgefügte Ligaspitze etablieren konnte, die den Titelkampf zu monopolisieren droht. Da kann es nur gut sein, wenn sich restaurierte Kräfte, wie Al Ahly Kairo oder der ambitionierte El Mansoura SC anschicken, den Herren da Oben Konkurrenz zu machen.
Die GG No. 13 mit einem ausführlichen Saisonrückblick folgt im neuen Jahr! |
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29.12.2010 23:14 -
Silvan Leibnits -
El Gouna FC
(0.3 TK)
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