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Das sechs Quadratmeter Wohnklo
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Nakata Gutschi hatte bereits darüber gelesen, dass die Wohnraumsituation in Ballungsräumen Chinas noch extremer ist als im schon engen Japan. Deshalb hatte er sich auch vorgenommen Metropolen wie Peking oder Shanghai zu meiden. Shenyang – das klang doch gut. Unterprovinzstadt in Nordostchina in der Provinz Liaoning stand in seinem Reiseführer. Prima, dachte er. Hier wird der Wiedereröffnung eines chinesischen Teepavillons im Stile seiner Tradition aus Shonan nichts im Wege stehen.
Aber schon bei seiner Ankunft am Flughafen wurde der skeptisch. Ihn empfing eine Skyline, die jeder US-Amerikanischen Stadt gut zu Gesicht gestanden hätte. Als er dann noch einmal in seinen Reiseführer blickte, entdeckte er |
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erschreckt, dass diese Unterprovinzstadt mal so eben schlappe 4,7 Millionen Einwohner hat.
Aber noch stieg er mutig und zuversichtlich ins Taxi, dass ihn zu seiner Unterkunft bringen sollte, die der Verein ihm besorgt hatte. Geschlagene zwei Stunden später – ja auch der Verkehr steht dem japanischer Metropolen in nichts nach – war jegliche Art von Optimismus wie weggeblasen.
Sein Quartier war ein sechs Quadratmeter Wohnklo mit Gemeinschaftsküche und Etagentoilette. Irgendwie hatte er sich seinen Aufenthalt anders vorgestellt. Aber auch anderen Ausländern scheint es ähnlich zu gehen und wenn man die Artikel von Mc Phillister so liest, weiß Nakata Gutschi, wie das hier nach nur drei Saisonen bereits enden kann. |
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05.01.2011 09:58 -
Nakata Gutschi -
Liaoning Hongyun
(0.3 TK)
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