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Alpträume aus 1001 Nacht
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Ein Gespenst geht um im Land der Pyramiden, doch es ist nicht der vulgärmarxistische KommuNilmuss der Copalistischen Einheitspartei (arab. Wadi Degla) des selbsternannten Fußballarbeiterführers Karl. M. aus Kairo! Noch vor Vollendung der bürgerlich-kapitalistischen Revolution droht der hybriden ägyptischen Sozialordnung Gefahr in Form der feudalistischen Reaktion, ja in seiner Konsequenz eine Rückkehr zur Sklavenhaltergesellschaft, der pharaonischen Despotie.
Diese Furcht treibt derzeit jedenfalls Trainer Kunta Kinte im traditionell kosmopolitischen Alexandria um, wenn er von der neuen Führung des El Mansoura SC berichtet. Dass man ausgerechnet dort einen so namhaften Neuzugang verzeichnen konnte, treibt dem alten Haudegen schon nach dem ersten ZAT Angstschweiß auf die Stirn. In den Augen vieler eingesessener Ägypter steht Mansoura schließlich immer noch symbolhaft für die Knechtung der Liga durch das |
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Joch Capos III. Von den einen respektvoll und unterwürfig als Pharao bewundert, rieben sich rebellische Geister wie Kunta Kinte über Jahre hinweg vergeblich an seiner sportlichen Dominanz auf.
Kehrt nun mit der rechten Hand, die einstmals einigermaßen erfolglos dem unwilligen Zögling bei den Unaussprechlichen in Port Said assistierte, eine Trainerkompetenz an den Wirkungsort Capos zurück, der eine ähnlich erdrückende Erfolgsserie zuzutrauen ist? Ich meine Nein, denn über den vier Meisterschaften in Folge darf nicht vergessen werden, dass die Dominanz Mansouras noch unter der Ägide des Pharaos vor der Müllerschen Copapause gebrochen wurde. Die Zeit seiner Alleinherrschaft war abgelaufen und Capo erkannte mit seinem Wechsel nach Algerien die Zeichen der Zeit selbst am besten. Die Vodafone Premiership ist nicht mehr der Ort für absolute Herrschaft, der dritte Stand hat sich von den Fesseln der Ehrfurcht emanzipiert! |
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06.01.2011 14:21 -
Silvan Leibnits -
El Gouna FC
(0.3 TK)
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