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Reichtum zahlt sich aus
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Shenzhen, eine Unterprovinzstadt in der Provinz Guangdong. Doch es sieht etwas anders aus als es die Bezeichnung vermuten mag. Die Stadt hat inzwischen 12 Millionen Einwohner, vor 30 Jahren waren es gerade einmal 30.000 Einwohner. Neben Shanghai ist Shenzhen die Stadt mit dem schnellsten Wachstum des Landes. Außerdem ist es wohl auch die reichste Stadt, denn in keiner anderen Stadt Chinas ist das Pro-Kopf-Einkommen so hoch wie im Shenzhen. Liegt vielleicht daran, dass man nur durch einen Fluss von Hong Kong getrennt ist, Chinas ... ach, das ist ne andere Geschichte.
Jedenfalls scheint sich der wirtschaftliche Erfolg nun auch endlich auf das Sportliche auszuwirken. In den letzten Jahren hat sich der Verein nur im hinteren Mittelfeld der Liga aufgehalten und gelegentlich ist mal ein Sprung zwischen dem 1. und 2. Tabellendrittel gelungen. Doch mehr als Platz 4 war in der Vereinsgeschichte noch nicht drin. Vor der Saison wurde nun investiert, um sich dauerhaft für den internationalen Wettbewerb zu qualifizieren und somit selbst zu finanzieren. Direkt nach dem letzten Spieltag der vergangenen Saison wurde Marcel Jähnig als neuer Trainer vorgestellt, der zwar schon reichlich Erfahrung als Trainer gesammelt hat, jedoch bisher glücklos blieb und noch nichts Großes bewirkt hat. Mit drei bis vier neuen |
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Spielern sollte es in dieser Saison einen Neustart geben, wobei mehr Geld für neue Spieler dann doch nicht drin waren. Schließlich musste der Verein noch für die Extravaganz für den Trainer aufkommen, der nur in den Shun Hing Square einziehen wollte, und dann natürlich gleich ganz oben. Immerhin ist das Gebäude das 9.-höchste der Welt und der Ausblick ist einmalig, erblicken läßt sich dabei unter anderem der Stadtpark und das Convention & Exhibition Center. Jähnig hat schon aufgerüstet und sich zwei ultramoderne Ferngläser gekauft. Einen Blick darauf konnte er aber noch nicht werfen, wenn da mal nicht schon bald einer sehr enttäuscht sein wird.
Wie dem auch so, die Investitionen haben sich zumindest nach den ersten Spielen in der Chinese Super League durchaus bezahlt gemacht. Zunächst konnte die Qualifikation für den AFC-Cup erfolgreich bestritten werden und auch in der Liga klappte es ganz gut. Gleich zu Beginn der Saison konnte der zweite Tabellenplatz erobert werden und die letzten 3 Spieltage hat man nun sogar schon die Tabellenführung inne. Zwar verstößt man dabei gegen die Grundregeln, aber die Saison ist ja noch jung. Und in keiner asiatischen Liga ist die Trainerstar-Rate wohl so hoch wie in der Chinese Super League... |
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16.01.2011 12:54 -
Marcel Jähnig -
Shenzhen Ruby
(0.3 TK)
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