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Von einem, der auszog das Fürchten zu lernen
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In diesem dichten Blätterwald, gespickt mit Anekdoten und Berichten, Lebenserfahrungen und Klatschgeschichten, kann kaum das Auge sehen, was es sehen sollte. Das Ohr nicht hören, was es hören sollte. Der Mund nicht schmecken, was er schmecken sollte. So liegt am Ende alles beim Fühlen, wenn du dich nicht verirren willst.
Da tut sich diese Lichtung auf, ein kleiner Schein nur in dem großen Dunkel, ein Punkt allein in der Unendlichkeit der Nacht. Ganz verschwommen scheint es erst eine Kerze, dann eine Lampe, schließlich eine ganze Sonne, die diesen |
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freien Platz erhellt.
Noch heulen die Eulen in deinem Genick, noch krächzt der Uhu seinen eintönigen Gesang. Das ist keine Stimmung wie von Totentanz, sondern Stille und Nichts. Alles in dir richtet sich auf diesen Punkt, der nun flackert, mit einem Mal unbezähmbar scheint.
Doch weiterhin stehst du auf der verloschenen Seite, streckst zwar die dünnen Arme aus, aber bekommst es nicht zu fassen. Langsam gewöhnen sich die Augen an den immer greller werdenden Blitz und du erkennst, dass es die Augen eines Kindes sind, die das Feuer der Einsamkeit wiederspiegeln. |
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18.01.2011 08:21 -
Muhnino -
Club Omnisport de Meknes
(0.3 TK)
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