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Alles bloß inszeniert
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Wäre es nicht der Massai, könnte der Kerl einem fast Leid tun. Zwar prügelt im sambischen Präsidentschaftswahlkampf jeder gegen jeden, doch die größte Tracht Prügel bekommt immer noch der Massai. Kürlichstes Ereignis: Des Markert-Pinkels Hetzkampagne über Uno-Unruhen in der Innenstadt.
Bei diesen scheinbar von Uno-Anhängern verursachten Tumulten am Vortag handelte es sich bloß um eine markertsche Inszenierung, zugegebenermaßen aufwändig und kostspielig. Das scheinbar tragische an der Sache ist, dass der Großteil der übrigen Präsidentschaftskandidaten beteiligt war. Nach Drehschluss um 14:06 Uhr Ortszeit nahmen alle Beteiligten ihren üppigen Bechtechungsobolus entgegen: Grabowski, Reacher, Mandelator, Dalton.
Was also hat die ganze Sache genützt? Massai Unos Ansehen dümpelt weiter um den Gefrierpunkt, die Mitverschwörer können sich weitere Stimmen kaufen und Markert selbst hat nun die Aussicht im Wettstreit um das Präsitenschaftsamt wenigstens den vorletzten Rang vor Uno zu belegen. Dieser scheiterte im Stimmenfang trotz qualifizierender Eigenschaften wie einer Selbstüberschätzung, die ins Uferlose reicht, und hart erarbeiteter Realitätsferne bislang |
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nämlich auf ganzer Linie. Einzig Reach-Nothinger zog öffentlich in Erwägung auf das sinkende Markert-Schiff aufspringen zu wollen.
Was kompetente prominente Anhängerschaft anbelangt, steht es um Joe Dalton immer-noch-alias Mahamadou Doltombwe deutlich besser. Die beiden Hauptwahlkämpfer Daltons, El Galatasaray und Pudding Lutscher haben zwar nicht die von Grabowskis angepriesenen "Argumente" einer Oma Ernie (gemeinsam mit Lutscher und Wendy von Dalton, dem Großen liebevoll als "drei Erzhuren Sambias" bezeichnet), sind allerdings fleißig und geübt im Pöbeln und Anzetteln von Streitereien mit anderen Anwärtern. Nach Meinung vieler kam es übrigens überaschend, dass Oma Ernie selbst auf eine Kandidatur verzichtete. Andererseits wäre das ja so wie wenn ein Mann Königin wird.
Doch auch im Hause Dalton ist nicht alles Gold was glänzt. Aus Mangel an ebenbürtigen Kontrahenten verstricken sich Galatasaray und Lutscher gegenseitig in Streitereien um die Gunst ihres Lehnsherren. Nach Lutschers empörenden Auftritt im Busch (freier Reporter Rick berichtete), hat vorübergehend El Galatasaray das Kommando übertragen bekommen und Lutscher muss nach seiner Pfeife tanzen. Wenn das mal gut geht.. |
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03.02.2011 10:23 -
Mahamadou Doltombwe -
Lusaka City Council
(0.3 TK)
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