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Freudenschüsse in Bengasi... ähh, Kitwe
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Der Präsidentschaftswahlkampf wird langsam aber sicher eine Angelegenheit der wenigen, ja im Grunde aller kompententen Leute im Sambia - genau genommen sind es zwei, auf die diese Beschreibung zutrifft. Und diese beiden mißtrauisch beäugten hochangesehenen, gefürchteten beliebten und (diesmal ohne Korrektur) vollkommen despotischen Herren treten von nun an im Präsidentschaftswahlkampf unter gemeinsamer Flagge auf. Der Präsident in spe, Markert höchstpersönlich, wird als Fahnenträger voranschreiten, stets unterstützt von seinem langjährigen VIP-Lounge-Weggefährten Jack Rich, der sich als treffener Beobachter politischer Realitäten erwiesen und die eigene Kandidatur für die große Lösung aufgegeben hat.
Dabei hat Markert im bisherigen Wahlkampf eigentlich nur das gemacht, was er immer schon am besten konnte: Wahlen manipulieren und die sambische Trainerschaft unter den Tisch trinken. Wesentliche Qualifikationen eines Präsidenten bringt er damit schon ganz automatisch mit. Positiver Nebeneffekt: Der Kreis der Konkurrenten hat sich weiter verkleinert. Die wandelnde Klobürste aus Südafrika war dem Druck des Ethanols nicht mehr gewachsen und musste sich in sein Schicksal - bzw. auf den Boden seiner eigenen Toilettenanlage - (üb-)ergeben.
Somit verbleiben nur noch Mister One Percent = joe dalton, der fortan nicht nur aufgrund des Körperwuchses, sondern auch |
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aufgrund des minimalen Einflusses auf die Wählerschaft Sambias nur noch klein geschrieben wird, sowie die beiden wenig trinkfesten, aber ebenso unerträglichen wie unvermeidlichen Herren Grabowski und - na, wie hieß denn der andere noch? - ach, egal, den wählt der Inquisitor eh nicht aus…
Bleibt also nur noch eine wichtige Frage unbeantwortet: Wie wird die Wahl entschieden. Eigentlich hat Markert die besten Karten, doch ein Restrisiko bleibt: Geht es im Endkampf darum, wer am besten den sterbenden Schwan auf einer Ballettbühne darbieten kann, müsste der große Favorit chancenlos die Segel streichen. In diesem Fall hätte Dalton in seiner Assistentin seinem Assistenten Lutscher den zweifellos besten Lehrer. Ob dieser andere, dessen Namen… ach egal, also, ob der das kann, ist völlig unwesentlich. Eigentlich guckt die sambische Öffentlichkeit ja ohnehin nur auf das ungleiche Duell zwischen der optimalen Besetzung (Präsident und Revolutionsführer Markert sowie Vizepräsident Rich) und den unteren Chargen (Dalton und Grabowski). Der vierte im Bunde wird bis dahin wohl nicht mehr im Wettkampf vertreten sein…
Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, wann die Freudenfeuer sich von Kitwe aus über ganz Sambia verbreiten. Die Zeiten der Anarchie (nicht etwa Anomie, meinen lieben gebildeten Leser! - jetzt führe ich Selbstgespräche, Anm. d. Red.) müssen endlich ein Ende haben! |
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25.02.2011 09:40 -
Florian Markert 3 -
Power Dynamos
(0.3 TK)
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