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Zuggespräche in Serbien Teil 4
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Nachdem sich der Russe wieder beruhigt hat, geht die Fahrt eine Weile ohne Kommentare weiter.
M: Das da vorne ist Nis.
Ö: Ja, ich kann es sehen. Es sieht immer noch aus wie nach einem Vulkanausbruch.
M: Im Krieg 1998 haben die Nato-Truppen die Stadt einfach weggeniest. Daher auch der Name und aufgeräumt hat bis heute keiner!
Ö: Hä? Aber ich dachte man spricht: Nisch!
M: Na und, das ist ja auch serbisch! Fluss heißt ja auch nicht Fluss auf serbisch.
Ö: Sondern? Flusch?
M: Nein, "reka"!
Ö: Trotzdem macht ihre Theorie keinen Sinn.
M: Und ob, alle Einwohner von Nis |
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sind Sternutiophob. Das ist die Angst vor dem Niesen.
Ö: Das weiß ich nun aber auch, man sperrt deswegen jeden, der öffentlich niest weg. Man sagt Niser gehen zum Niesen in den Keller. Deswegen sieht man auch kaum Leute auf der Straßen, weil alle ständig einen Nasenorgasmus haben, wie man bei uns sagt!
M: In Österreich?
Ö: Nein, eigentlich sag das nur ich.
M: Trotz allem eine schöne Stadt, man hat hier wenigstens seine Ruhe.
R: Wisst ihr was?
Die anderen beiden schauen auf.
R: Ach, vergesst es, gibt sonst wieder Ärger...Hatschiiiiii!
Die Polizei stoppt den Zug |
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25.05.2011 01:31 -
MiKu -
Mogren Budva
(0.3 TK)
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