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Das Ende der Kreuzzüge
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Nachdenklich schlurfte Marítimo-Coach Horst Manson durch den Hafen von Funchal und lauschte den an den Molen anliegenden Kreuzfahrtschiffen. Von der AIDA Ebola und der AIDA Trippa drangen dumpfe Rhythmen bis zu seinen Ohren, in der untergehenden Sonne tanzten bebrillte Sparkassenangestellte ungelenk dem abendlichen Buffet entgegen. Giuseppe Verdi würde sich vermutlich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, welche gottlosen Kreuzzüge in seinem Namen in die Welt hinaus |
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getragen werden. Manson ging eilig einige Schritte weiter auf der Promenade, um sich in den verwinkelten Gassen der Altstadt in einem kleinen Lokal niederzulassen. Während er sich bei einem Sagres-Bier auf seinen bestellten Degenfisch freute, wurde Manson von einer österreichischen Touristin nach einer Empfehlung gefragt und antwortete kurz angebunden: „Ich würde an Ihrer Stelle die Insel sofort mit dem Schiff verlassen, der Vulkan kann jeden Moment ausbrechen.“
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01.06.2011 20:10 -
Horst Manson -
Marítimo Funchal
(0.3 TK)
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