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Livin la vida Boca
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„Nachdem sich hier in den letzten Wochen der schäbigen Dichtkunst gewidmet wird, haben wir gedacht, wir hängen uns da mal einfach platt dran und verfassen unseren eigenen Dreizeiler. Sollen doch die anderen mal sehen, dass wir auch wahnsinnig toll dichten können.“, so ein Vinnie Armando Jones, bei dem sich die anwesende Journalistenschar kaum entscheiden konnte, ob hier Mitleid oder blankes Entsetzen oder gar Beides angebracht sei. Wie dem auch sei – der Handtaschenpoet teilte auch gleich mal sein höchsteigenes Machwerk mit der Bitte um Vervielfältigung aus. Dieses Monument des Schreckens, liebe Leser, nun zu ihrer Freude:
Das Dichterpaar ganz oben steht,
die Old Boys und der CAI,
ich bin mir sicher, so wie nie,
das mir das auf die Nerven geht.
Der Meister ist schon wieder spitze,
es könnte sein, es reicht schon wieder,
doch NOB, jetzt noch als Sieger,
liegt am Ende noch darnieder.
Ich wette drauf, so wahr ich Winnie
Armando Jones mein´ Namen heiße,
denn am Ende ich verweise,
den Zahli-Graf noch hinter mie.
Kolumna-Krause, ewig fort,
Gerede, Labern, immer mehr,
ertrage das nur noch sehr schwer,
so Inhaltsloses, nah am Mord.
Dann ist da noch der Reverend,
der mir zumeist, ganz schamlos gar
das halbe Dutzend, hier und da,
an Toren mir im Heimspiel gönnt.
Und hinter mir, Gimnasia,
die hatten doch die Meisterschaft
im Prinzip – schon geschafft,
und steh´n nun doch recht mittig dar.
Auch mit dabei: Jujuy, huiui,
wo Skua noch das Ruder hält,
das |
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Torverhältnis, das gefällt,
ihm sicher nicht, er schreit wohl „Pfui“.
Dann sind da noch die Andenmänner,
vom Bernd, dem W., dem Papst vom Schlammloch,
doch scheint´s, als wäre in diesem Jahr noch,
die Meisterschaft nur was für Kenner.
Lanus ham wir dann später noch,
zum Glück nur auswärts, ist das gut,
beim Heimspiel fehlte mir der Mut,
die Flut an Toren wäre hoch.
Ach ja, und auch noch Talleres,
wo Magnum und sein Cordoba,
mir auch noch stehen ziemlich nah,
doch nicht am Ende, nur kein Stress.
Der Broncas mit den Eisenbahnern,
ist auch noch voller Dampf,
mit dem wird´s noch ein harter Kampf,
da kann man jetzt noch nicht mal planen.
Den Luftballons und auch der Zange,
ist bisher nicht die Lust vergangen,
die Außenhülle – rote Wangen,
wenn der noch platzt, ist mir nicht bange.
Und Arsenal, der Kolumnist,
der nur zuhause glücklich scheint,
und der dann auswärts öfter meint,
das Null das einzig Wahre ist.
Die Absteiger sind fast schon klar,
es sind die Neuen, fast komplett,
die sind, so scheint es, fast zu nett,
für Liga 1 – ach, ist doch wahr…
Und noch ein Wort, am Ende – klar,
es fehlt noch River – Kinski-Klaus,
fährt bald zur Bombonera raus,
das Spiel für Fans, ein Traum wird wahr.
Doch bleibt am Ende Boca nur,
des Trainer Jones´ gar liebstes Kind,
blau-gelber Stoff, aus dem man Träume spinnt,
denn Boca ist: Liebe, Leidenschaft, Extase pur.
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12.07.2011 10:03 -
Vinnie Armando Jones -
Boca Juniors
(0.3 TK)
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