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Machtwurst
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Nun ist aber gut, wo sind wir denn hier, in einer Demokratie? Wohl kaum! Im Lande der untergehenden Zambezi-Vorräte ist die Kacke am dampfen und jeder meint plötzlich machen zu können was er will. Uno quält die Liga mit „Gesang“ und seinem Anblick viel zu weit vorn in der Tabelle, und der WC-Man erdreistet sich Lutscher wegen ein paar unglücklicher Geschehnisse Hausverbot zu erteilen. Nicht zu vergessen die Sorgerechtsklage für´s stille Örtchen.
Doch da hat er die Rechnung ohne den Wirt gemacht! Im Gegensatz zu Lutschers üblicher Taktik in Auseinandersetzungen (Schwanz einziehen und heulen), geht er diesmal knallhart auf Konfrontation. Kraft seines Amtes als sambischer Co-Präsident ist er nämlich unfehlbar, unverwundbar und nahezu unsterblich. Da zudem Präsident Grabowski derzeit verhindert ist (angeblich |
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außer Form, keines seiner Feinripphemden will ihm noch passen und auch das Bier perlt nicht mehr wie gewohnt den Hals herunter), kann Lutscher im Prinzip schalten und walten wie er will. Doch so ganz verinnerlicht hat er die Bedeutung des Wortes Diktatur noch nicht und deshalb mühevoll ein Gesetz ersponnen hervorgekramt, das sein Handeln zusätzlich legitimiert. Sambias „Lus primea noctis“, das so genannte lus primea farcimen*, so steht es geschrieben, gewährt dem Staatsoberhaupt das Recht sein Geschäft vor allen anderen zu verrichten. Und zwar ungeachtet dessen Gesundheitszustandes. Wo dieses Gesetzt herkommt sind übrigens noch jede Menge mehr, gegen die kein Rechtsverdreher ankommt!
*das Recht der ersten Wurst – Latrinen-Professor Lateinprofessor Dalton mag etwaige Ungenauigkeiten in Lutschers Straßenlatein verzeihen
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12.07.2011 21:44 -
Sir Pudding Lutscher -
Riflemen
(0.3 TK)
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