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COPA NEWS

Revolucion im Pfefferminzteeglas zum Abschied
Ich, pepe33 fuhr mit dem Schiff von Genua nach Lima, wo mich "Che"butters vom Hafen abholte, um unsere zukünftige gemeinsame WG zu inspizieren. Die kleine Bude befand sich im vierten Stockwerk eines heruntergekommenen herrschaftlichen Mietshauses an der Rampa mit Blick auf das soeben in "Lima Libre" umbenannte Hilton.
"Che"butters und Ole Gunnar "Fidel"stöl teilten sich ein Zimmer mit Ventilator. Ich selbst bezog eine kleine stickige Kammer neben der Latrine. Da stand er auch schon in der Tür: "Herzlich willkommen in Lima", sagte Ole Gunnar "Fidel"stöl und schenkte uns einen billigen Zuckerrohrschnaps ein, von dem er behauptete, dass es sich um Rum handle. "Den haben die Revolutionäre selbst gebrannt", fügte er nicht ohne Stolz hinzu und kippte den Inhalt seines Bechers in eine Öffnung auf dem Grunde seines Bartes. "Als wir noch studierten, hast du immer grossen Wert auf die tägliche Rasur gelegt", meinte ich zynisch. Mir kamen meine beiden Kumpel ziemlich verwahrlost vor. "Alle freien Perunaer tragen jetzt Bart! Auch dein Rasierzeug wird konfisziert werden!", lachte Ole Gunnar "Fidel"stöl künstlich und stopfte das nach Trester stinkende Loch mit einem Tabakkorken. Er salutierte und verliess die Wohnung. Ich spülte erst mal ab, um die Küche erkennen zu können, während sich "Che"butters an seine Schreibmaschine setzte. Er hockte im Schneidersitz auf dem Boden und tippte unerträglich kitschige Liebesgedichte, die er theatralisch intonierte, um meine Meinung darüber zu erfragen. "Was wird eigentlich meine Aufgabe sein?", unterbrach ich seine Schmachtkanonaden. "Du wirst mich morgen ins Ministerium begleiten, dann sehen wir weiter. Nikita "Markert" Chruschtschow kommt auf Staatsbesuch." Ich hatte mir die revolutionäre Aufbauphase in Peru beileibe anders vorgestellt, aber ich wollte kein Spielverderber sein. Die halbe Nacht lang reparierte ich im Hof "Che"butters alten Jeep: "Che"butters wollte am nächsten Tag nicht wie gewöhnlich mit dem Fahrrad am Regierungsviertel vorfahren. Wie gut, dass ich mein Werkzeug mitgenommen hatte.

"Venceremos", brüllte "Che"butters und stand mit zwei Miniaturtässchen frisch aufgebrühten Chicoreekaffees vor meinem Schlafsack. Der Morgen blinzelte in das offene Fenster meiner Kammer. "Die Revolution braucht keine Schnarchnasen", dröhnte er. Ich hatte einen Alptraum von einer Kondomautomaten-Sprengung gehabt und brauchte lange, um mich zu sammeln. Wir fuhren den Malecon entlang, wo sich bereits die ersten Angler eingefunden hatten. Es war ein herrlicher Morgen.
"Che"butters parkte den Jeep direkt vor dem Parlament. Ole Gunnar "Fidel"stöl und Nikita"Markert"Chruschtschow standen schon vor dem Haupteingang und verteilten Autogramm an die Frühaufsteher. "Guten Morgen, Genossen!", rief Nikita-Florian und knutschte uns ab. Er roch nach Alkohol und auch der Maximo Lider schien schon gebechert zu haben, als ich seinen ungeschickten Bruderkuss empfing.
Wir setzten uns in das

kleine Konferenzzimmer, wo Raul "PLM3", Castros jüngerer Bruder und Verteidigungsminister sowie Camilo"Hickersberger"Cienfuegos bereits mit Chicoreekaffee und weichen Keksen warteten. Ausser dem amerikanischen Geheimdienst in Form von Putzpersonal war niemand anwesend. Der Kremlchef packte eine kleine Atombombe aus und stellte sie auf den Tisch. "Dies ist mein Angebot...", flüsterte er gewichtig. "...Kommunismus plus Atombombe für Peru oder... Abbruch der Verhandlungen und keine Atombombe!", prustete er lachend hervor. "Kommunismus und Atombombe für Peru!", schrie Ole Gunnar "Fidel"stöl und unterzeichnete den Bruderstaatenpakt mit einer übertrieben schnörkeligen Unterschrift. "Du gefällst mir!", sagte Nikita-Florian und begrub den Oberperuaner unter schmatzenden Küssen. Che"butters" schaute mich an und verdrehte die Augen. "Das ist typisch "Fidel"stöl, flüsterte er mir ins Ohr, "er fällt alle Entscheidungen allein." Ich hasste Chruschtschow-Markert, ich hatte ihn schon immer gehasst. Doch jetzt kam er mir noch viel widerwärtiger vor mit seinem fetten schlitzäugigen Grinsen. "Er ist nicht nur der allergrösste Antiimperialist, er ist auch der allergrösste Depp", dachte ich und verliess die Tafelrunde, um an einem geöffneten Fenster Luft zu schnappen. "Alles setzen!" brüllte der Sowjet. "Auch der Schweizer! Jetzt wird gefeiert!" domingo zhait raez und Miccele servierten das zweite Staatsgeschenk: eine Fünf-Liter-Pulle Kartoffelschnaps, von dem Markert-Chruschtschow behauptete, dass es sich um Wodka handle. Die Mittagshitze kroch durch die Fenster als der Kanister den letzten Schluck ausspuckte. Ich hatte mir all die hundert Gläschen in den Kragen geschüttet und war nüchtern wie das Neugeborene einer Zeugin Jehovas. Nur mein Hemd war nass und stank entsetzlich nach Taiga. Die frischgebackenen Kommunisten und der dicke Russe lagen unter dem Tisch. Schnell entschärfte ich die Atombombe und warf den Zünder aus dem Fenster. Dann legte ich mir den Che"butters" über die Schulter und eilte mit dem Bärtigen huckepack zu dessen Auto. Der Jeep liess mich nicht im Stich. Ich raste zum Hafen. In diesem Augenblick gab das chilenische Frachtschiff NERUDA das Signal zum Auslaufen. Ich hastete humpelnd mit meinem besoffenen Gepäckstück über den Kai und bekam im letzten Moment eine der soeben gelösten Leinen zu fassen. Zwei Chilenen zogen uns an Bord. "Ist das nicht Ernesto Che"butters" Guevara?", fragte einer der beiden Matrosen. "Sehr richtig!", antwortete ich und schraubte meine ausgekugelten Arme zurück in ihre Pfannen. "Sorgen sie dafür, dass dieser Mann in Südamerika weitere Revolutionen anzettelt, er taugt nicht zum Beamten!" sagte ich und sprang in das Hafenwasser. Ich fuhr mit dem Jeep zurück in die WG, rollte meinen Schlafsack zusammen, schrieb Fidel"stöl" einen Abschiedsbrief "Merci für die schöne Saison 32" und ging zu Fuss zum Flughafen und nahm den nächsten Flieger nach Zürich.
05.08.2011 23:44 - pepe33 - Coronel Bolognesi (0.3 TK)


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