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Vom Keks in die Traufe
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Diego A. Villareal sitzt auf der Terrasse seiner Hazienda. Seit einigen Jahren hat er sich zur Ruhe gesetzt, ist zurück gekehrt in seine Argentinische Heimat. Von seiner Hassienda aus, in der Nähe von Punta Indio und nur durch den Rio del la Plata von Montevideo getrennt, hat der ehemalige Trainer auch seine alte sportliche Heimat immer im Blick. Und mit besonderem Bedauern hatte er feststellen müssen, dass in der kommenden Saison sein Verein die Rampla Junioren in die zweite Liga abgestiegen sein. Aber fast ebenso hart traf ihn, dass auch Defensor Sporting, der wohl unter Speedy Gonzalez erfolgreichste Verein der Copa Geschichte, den Gang in die Zweitklassigkeit antreten musste.
Das wäre doch ein Grund die Trainerschuhe wieder vom Nagel zu nehmen und die Rampla Junioren wieder zu alter Stärke zu führen, oder? Nein, Villareal genießt sein Leben und der Streß eines Trainerlebens ist weit von ihm gerückt. Aber, nachdem mit Rentistas ein weiterer Traditionsverein plötzlich ohne Trainer dastand, weil Lieutennant Körschgen dem Ruf Defensors in die zweite Liga gefolgt war, griff der Argentinier zum Telefon und sprach lange mit seinem |
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Freund Kunta Kinte. Der war Amtsmüde in Ägypten und wollte dringend den Kontinent wechseln. Und so brauchte Villareal nicht großartig Überzeugungsarbeit leisten. Bereits ein paar Tage später war der Vertrag unterschrieben und Kunta Kinte im Palacio Taranco abgestiegen.
Uruguay mit seinen Oldtimern und seinem Charm der 50ger Jahre hatte den Kameruner bald eingefangen, aber dann kam die dicke Überraschung. Beim Blick auf die Konkurrenz war ihm von Villareal vor allem Penarol näher gelegt worden. Der Copa Metusalem John Taylor, der Alex Ferguson Uruguays, mit fünf Meistertiteln in fast 30 Spielzeiten, hieß es besonders im Auge zu behalten. Aber dann, nichts böses denken, viel Kintes Blick auf den amtierenden Meister. Danubio wird von einem gewissen Rainis Roesamäe trainiert. Scheint ein Finne zu sein, dachte Kinte, aber dann viel sein Blick auf die verwandtschaftlichen Verknüpfungen und was er da entdeckte, lies seinen Mund trocken werden: der Keksbaron von Curva de Maronas stand vor ihm. Trotz tausenden Kilometern Entfernung von Ägypten, auch hier war ein Klanmitglied des Baron Leipnits am Drücker. Einfach unglaublich! |
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08.09.2011 22:06 -
Kunta Kinte -
CA Rentistas
(0.3 TK)
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