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Quantenphysik und Copamundial
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Nach den superlustigen Witzen von W. wenden wir uns heute wieder einem Thema zu, das mehr durchgeistet ist als Anekdoten über Fut, Oasch und Beidl - nämlich der Quantenphysik:
W., seines Zeichens Suchender nach den letzten Wahrheiten, hat nämlich kürzlich einen ganz faszinierenden Zusammenhang zwischen Quantenphysik und Copamundial gemacht, den er der werten Leserschaft nicht vorenthalten will. W. hat herausgefunden, dass ein Copa-Team sich nämlich genau nach den Gesetzen der Quantenmechanik verhält. Und das bedeutet folgendes:
Der Zustand eines Teilchens in der Quantenphysik wird durch seine Zustandsfunktion beschrieben (Wellenfunktion). Nun kann ein Teilchen immer nur einen Zustand einnehmen, der Eigenschwingung seiner Wellenfunktion ist. Das heisst, um in der Sprache der Wellentheorie zu bleiben, ein Teilchen kann nicht mit jeder beliebigen Frequenz schwingen, sondern nur mit ganz bestimmten Frequenzen. Diese sind wiederum von den jeweiligen Randbedingungen der Wellenfunktion abhängig (analog den Copa-Regeln!). Es kann also zu einer bestimmten Zeit immer nur einen bestimmten Zustand aus einem Pool von möglichen und diskreten Zuständen einnehmen.
Und genau so verhält sich auch eine Mannschaft bei Copa: Die "wöchentliche Eigenschwingung" eines Teams kann interpretiert werden als der TK-Zustand, den eine Mannschaft bis zum ZAt einnimmt. Dieser TK-Zustand kann nur diskrete Werten zwischen 0 bis 6 einnehmen. (Das heisst, eine Copa-Team-Wellenfunktion hat also 7 mögliche Eigenzustände: TK=0, 1, 2, 3, 4, 5, 6).
Für einen Matchtag heisst das also:
Bei der |
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"Kollision" eines Teams mit einem zweiten Team kommt es nun sozusagen zur Superposition ihrer Schwingungszustände, und je nach TK-Zustand wird ein Team auf ein höheres Energienieveau gehoben (= Sieg), auf ein niederes geworfen (Niederlage), oder es kommt zur gegenseitigen Auslöschung (Unentschieden=negative Interferenz) . Der Energieerhaltungssatz bleibt unverletzt, den die Gesamtenergie, die anfangs in TK erhalten war, wird in Tore und Punkte umgewandelt. Alles klar?
Ein weiterer Aspekt, der die ganze Schönheit der Quantenphysik in Copa offenbart, ist die Heisenbergsche Unschärferelation. Auch dieses fundamentale Gesetz der Quantentheorie ist in Copa wiederzufinden: Sie besagt: Man kann niemals den Ort und den Impuls eines Teilchens zugleich bestimmen. Auf Copa bezogen heisst das: Man kann niemals den Eigenzustand und das Resultat zugleich bestimmen: Bis zum ZAT, freitags 19:00, befindet sich ein Team in einem bestimmten TK-Eigenzustand und das Resultat des Spiels ist unbekannt. Freitags nach dem ZAT, 19:00, befindet sich das Team nicht mehr im jeweiligen TK-Eigenzustand, aber das Ergebnis des Spiels gegen den Gegner ist bekannt. Faszinierend, nicht!
Dem Physiker W. lacht ob solch quantentheoretischer Schönheit das Herz. Und wenn nun irgendwelche Fundamentalisten kommen und sagen: Das ist “Copa-Kreationismus nach El Grande”, oder “Copa ist ganz klar Darwinismus: der Stärkere setzt sich durch” - oder so wie Pater geerotto meint: “Das ist doch Intelligent Design” - Dann kann man darauf nur mit Albert Einstein antworten: Gott würfelt nicht - aber Gott spielt offenbar Copamundial ! |
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04.10.2011 11:11 -
Bernd -
Roter Stern Belgrad
(0.3 TK)
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