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Unendliche Weiten - Teil 14
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Der Weltraum – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2011. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs PSS Iquitos, das mit seiner 12 Mann starken Besatzung eine Saison lang unterwegs ist, um neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Lichtjahre von Peru entfernt, dringt die Iquitos in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Aah uuuh ah, uh uh aaa uuh aaah...
Folge 14: Der Betriebsausflug
Studty: „Meine Güte, weshalb mussten wir denn ausgerechnet unseren Betriebsausflug in den Norden von Finnland machen? Und dann auch noch in den dunkelsten Wintermonaten?“
Captain Hicks: „Da fragen Sie mal unseren feinen Herrn Controller. Ich hatte eigentlich die Karibik, den Planeten Eirik Kvalfoss oder einen kurzen Wellness-Urlaub mit freundlicher Thai-Massage in einer Steueroase des Gamma-Quadranten vorgeschlagen.“
Mr. Pepp: „Auch ein wenig Bildung hätte der Besatzung nicht gerade geschadet. Aber hier kann man immerhin punktuell das faszinierende Polarlicht bestaunen...“
Praktikant Sonntag: „Menno. Hier ist aber doch gar nichts los. Keine Disco, keine Cocktailbar, keine formschönen Chicas... und dann auch noch diese elende Schweinekälte!“
Captain Hicks: „An Ihrer Stelle wäre ich etwas leiser, Herr Azubi. Sie wissen ja, welches tragische Schicksal den meisten Praktikanten bei ihren Landgängen widerfahren ist...“
Fjodor Markov: „Captain, Captain. Besonders gemein ist auch, dass Herr Al-Juary die Reise zwar organisiert hat, jetzt aber beim Scheich in den Vereinigten Arabischen Emiraten weilt und derzeit bestimmt 60°C mehr genießen kann als wir hier in der traurigen Tundra.“
Captain Hicks: „Wenn Sie sich auch alle immer linken lassen. Ich hatte Ihnen ja gesagt, dass sich bestimmt ein Haken dahinter verbergen würde, wenn unser Johnny Kontrolletti uns ein „cooles Wochenende im Zeltlager mit unvergesslicher Atmosphäre“ anpreist!“
Manfred Pauer: „Das ist ja ein furchtbar unwirtliches Land. Haben Sie schon gehört, was hier eine Flasche Schnaps kostet? Hey, Captain Hicks, nicht an die Wand meines Iglus urinieren, das ist laut meiner soeben verteilten Hausordnung für das Zeltlager strengstens verboten!“
Andy Borg: „I finds sche hier. Des erinnert mi scho daran, wie i damals mit Judith & Mel die Minibar im Mariott von Ischgl geplündert habe und wir uns danach nackt im Schnee gewälzt haben. Des waren Zeiten. Oder wie wir Methylalkohol in die Trompete vom Stefan Mross...“
Captain Hicks: „Ruhe an der Heimatfront! Wir haben jetzt andere Sorgen. Das Brennholz wird langsam knapp, und auch Bären soll es in dieser unwirtlichen Region geben.“
Manfred Pauer: „Zumindest diese Angst kann ich |
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Ihnen nehmen, Klapperitano. Ich habe vor unserem Lager dieses schöne Schild „Bären verboten“ in finnischer Sprache aufgestellt.“
Mr. Pepp: „Sehr beruhigend. Vielleicht könnten Sie auch noch mit der Handkante eines der umlaufenden Rentiere erschlagen? Dann hätten wir sogar ein gescheites Abendessen und nicht nur diese gefühlte Astronautennahrung unserer nur sehr mäßig talentierten Köchin.“
Marga Riners: „Herr Pepp, kennen Se sich Ihre Jemeijnhejten nich sparen? Ihretwejen jiebt es doch mittlerweijle sojar Jemiese aus Dose auf der Iquitos. Sejn Se nich so undankbar!“
Captain Hicks: „Houston an Trümmerfrau und Spitzohr: stellen Sie sofort Ihre Animositäten ein! Für persönliche Befindlichkeiten haben wir keine Zeit. Es ist bitterkalt, das Lagerfeuer lodert nur noch schwach und bald ist es stockfinster... Hören Sie auch dieses komische Surren?“
Fjodor Markov: „Captain, Captain. Ich habe doch ohnehin einen permanenten Tinnitus.“
Studty: „Ja, ich kann das Geräusch auch hören, aber leider nicht zuordnen. Dennoch habe ich das Gefühl, dass dieses merkwürdige Summen langsam näher kommt.“
H. P. Baxxter: „Wicked. I’m the Summer, have Kummer, a dicker Brummer. Don’t like Bären, die Schären und Team McLaren. I’m the Flitzer, the Schwitzer, fix nach Ibiza!“
Captain Hicks: (schreit) „Jetzt hören Sie doch auf so herumzublöken! Von dem Geschrei werden allerhöchstens noch einige läufige Wölfinnen hier in Lappland aufgeschreckt!“
Andy Borg: „Also i find scho, dass eine zünftige Musi immer die Stimmung auflockern hilft. Da wo jemand singt, soll man sich doch auch niederlassen. Was war des ein Spaß, als i mit den Zillertaler Rübennasen damals im USA-Urlaub einen schlecht gelaunten Coyoten mit volkstümlichen Liedern paralysiert habe und wir ihn dann mit vollen Bierdosen erschlagen...“
Mr. Pepp: „Faszinierend unwichtig. Ich unterbreche Ihren Monolog nur ungern, weise aber dennoch darauf hin, dass das Surren deutlich an Lautstärke zunimmt. Und wie ich schemenhaft erkennen kann, scheint gerade ein Gast den Weg ins Lager gefunden haben. Gut, dass wir Praktikant Sonntag dabei haben, ich sprinte schon einmal in Richtung Nordlicht. Adios muchachos!“
PLM3: „Gu-ten A-bend, fei-ger Hau-fen. Ge-stern war heu-te schon mor-gen. Ich ha-be aus ei-nem Su-per-markt in Ro-va-nie-mi hun-dert Würst-chen und Grill-koh-le mit-ge-bracht. Wo ren-nen Sie al-le hin? Was soll ich mit so vie-len Würst-chen? Ich es-se kei-ne Würst-chen. Ich bin ein Ro-bo-ter. Und Vor-sicht, da-hin-ten ha-be ich ein Wolfs-ru-del gesehen. Hal-lo?“
Abspann. Aah uuuh ah, uh uh aaa uuh aaah... |
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07.10.2011 20:05 -
Ole Gunnar Fidjestöl -
Colegio Nacional de Iquitos
(0.3 TK)
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