|
Nicht einfach nur ein T
|
Gerade in Tagen, da ein weiterer gewaltsamer Sturz eines langjährigen Despoten im arabischen Raum die Weltöffentlichkeit bewegt, reagieren die Medien aufmerksam auf Schlagzeilen, wie die jüngsten Verwicklungen um den Arbeitsvertrag von Maldonado Trainer Brad Pot(t). Einzelne südamerikanische Länder, darunter auch Uruguay, bemühen sich bekanntermaßen seit Jahrzehnten, ihres Rufs als Asylstaaten für gestürzte Diktatoren und ihre Regime-Mitglieder ledig zu werden. Da werden schonmal Adolfo H. die Witwerrente gekürzt, Jose S. die Pensionsansprüche zur Hälfte gestrichen, Francisco F. der Strom abgedreht und Benito M. das Postfach gesperrt.
In dieses Bild passt dagegen nicht, dass der Diktatoren Nachwuchs in so profilierten Bereichen wie dem Fußball |
|
|
einer geregelten Anstellung nachgehen können. Ein solcher Fall könnte nun durch die Enthüllungen des Boulevardblatts "Bald" ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Die Vermutungen gehen nämlich dahin, dass sich der Trainer des Kleinstadtklubs Maldonado durch seine Unterschrift auf dem ominösen Arbeitsvertrag als Sohn des 1998 verstorbenen kambodschanischen Tyrannen Pol Pot enttarnt habe.
Und auch die von der Disziplin der Roten Khmer zeugenden sportlichen Leistungen Maldonados in letzter Zeit geben zu solchen Spekulationen Anlass. Internationale Menschenrechtsgruppen fordern vom uruguayischen Fußballverband AUF und den staatlichen Stellen bereits eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls und wollen sich mit den bisherigen Verlautbarungen nicht zufrieden geben. |
|
21.10.2011 15:00 -
Rainis Roesamäe -
Danubio FC
(0.3 TK)
|
|