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Lost in Translation
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Auch nach vielen Spieljahren bei Avispa Fukuoka ist Trainer Wolfgang Lippert noch immer nicht so richtig in Japan angekommen. Immerhin hat der – nach eigener Auskunft – beliebteste Showmaster der DDR mittlerweile den Hauptgrund für die permanente Misere ausgemacht: die Sprache. Trotz fast sieben Spielzeiten beschränken sich Lippis Japanisch-Kenntnisse weiterhin auf nur wenige Ausdrücke und erreichen nicht einmal das Spanisch-Niveau von Ballermanntouristen. Um endlich Abhilfe zu schaffen und sich in die Herzen der Japaner zu mogeln, wird der Berliner jetzt aber in Kürze mit Einzelunterricht in japanischer Sprache beginnen. Lippi ist bereits hoch motiviert: „Der Walter [sic: Freiwald] hat mir bereits telefonisch zugesichert, dass von bei einer „geilen |
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Ische“ unterrichtet würde. Leider war die Leitung etwas schlecht, aber das klingt schon einmal super.“ Während der Coach von Avispa also bereits davon träumte, Hand in Hand mit Scarlett Johansson den königlichen Schrein zu besuchen, klingelte es kurz vor Beginn der ersten Unterrichtseinheit an der heimischen Haustür. Das Gesicht von Lippi verdunkelte sich, als er die schwere Eichenpforte beiseiteschob: „Um Himmels Willen, das ist ja Takeo Ischi, der jodelnde Japaner!“ „Hallo Lippi, ganz genau. Nix Ische, nur Ischi, he he. Fangen wir gleich an: Lektion 1… der Regenschirm. He he, he he he.“ Irgendwie schien es, als ob Japan für Lippi für immer eine kaltherzige Göttin mit eigenartigem Sinn für Humor bleiben würde.
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31.10.2011 19:56 -
Wolfgang Lippert -
Avispa Fukuoka
(0.3 TK)
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