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Brief von Hansi (Rüdiger) von Müllerstein an Poicon Frost – 18. November 1897
Poicon, du kämpfst mit aller Macht für die Gerechtigkeit und die Revolution in Transfinnanien. Doch man hört hier Gerüchte, dass sich deine Kräfte zu schnell verbrauchen. Trotz vollem Einsatz hast du in entscheidenden Spielen keinen Sieg vom Schlachtfeld davon tragen können sondern nur zwei Unentschieden. Du musst aufpassen, dass sich deine Mitstreiter nicht von dir abwenden und sich zu sehr vor der Ankunft des Erben von Vlamp Meistula fürchten. Denn ich sage dir, sie steht bevor. Der Erbe ist niedergekommen. Sie heißt Elieta Andi und entwickelt sich mehr als viermal so schnell wie Exemplare der menschlichen Rasse. Auch wenn es ein Mädchen ist so legt sie bereits in diesem Kindesalter eine Skrupellosigkeit an den Tag, die ihres Vaters würdig ist. Während der Schwangerschaft hat sie sich vom Blut der Mutter Minaal ernährt, so dass diese kurz nach der Geburt dahinschied. Und kaum hatte ihr Vater Mikathan Hansker sie im Arm, so grub sie ihre Zähne direkt in seinen Hals und machte ihn zu ihrem willigen Untertan. Hier wächst eine Brut heran, die das Volk der transfinnanischen Schattengesellschaft wieder beherrschen will und die |
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alleine Macht an sich reißen wird. Sie dich vor! Mit jedem Spieltag wird Elieta Andi stärker und mit einer größeren Macht von Elieta nimmt auch die Stärke ihres hörigen Sklaven Mikathan Hansker zu, der zudem auch noch emotional an sie gebunden scheint. Klar, er muss ja denken, er wäre ihr Vater und sie wäre das einzige, was ihm noch geblieben wäre. Ich werde nicht nach Transfinnanien reisen und dich unterstützen. Ich verweile hier und beobachte diese machtwillige Elieta und Mikathan, der zu diesem Kinde gekommen ist wie zur Tabellenführung. Außerdem schleicht immer wieder eine absonderliche und in Lumpen gehüllte Gestalt um das Anwesen der Hanskers umher. Mir scheint, er wird von der Aura des kleinen Mädchens angezogen. Ist er nur ein heruntergekommener Landstreicher oder gehört er gar zu deinesgleichen? Denn ich kann ihn nur des Nachts erspähen. Mir scheint, ich kenne ihn. Es könnte Lezztat sein, der vor einiger Zeit auch im Bolton Asylum untergebracht war. Hat er etwas mit dieser Geschichte zu tun? Oder ist er nur beleidigt, dass er bisher nicht darin vorkam und beschreibt deshalb in seinem Artikel das Blutsaugen als eine seiner liebsten Eigenschaften?
Mit besten Grüßen verbleibe ich,
Rüdiger von Müllerstein
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18.11.2011 15:46 -
Archiebald Mor -
Vaasa PS
(0.3 TK)
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