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Der Stählerne Stein aus Döbling
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Der Stählerne Stein aus Döbling, der dem Sartider vom Herzen gefallen ist, war bis nach Floridsdorf zu hören: Das 5:5 des Roten Sterns lässt den G'spritzten aus dem 19. Hieb aufatmen: War es doch zugleich seine eigene Rettung. Und ein violett-blaugelber Smeredevo-Jubelschrei der Erleichterung ging über die Donau, quasi vom Karl-Marx- bis in den -Seitz-Hof.
Währenddessen im Cafe Helga auf dem Donaufeld: Der weisse Gspritzte, den W. sich in den Schädel zieht, ist kaum blasser als sein Trinker. Mit zitternder Stimme stösst W. einen Fluch gegen einen gewissen Herrn Josef aus, sodass die anwesende Klientel |
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schlagartig verstummt und jeder bei sich denkt: "Zum Glück heisse ich nicht Josef".
Man weiss hier, wer der W. ist: einer, der aus Ottakring kommt, in Belgrad eine grosse Nummer ist und Floridsdorf sein Zuhause nennt. Und so einer hat auf dem Donaufeld eine gewisse Street Credibility, mit so einem macht man besser kein 5:5...
W. leert sein Glas in einem Zug, während ihm Helga selbst bereits das nächste Glas weissen Gspritzten hinstellt, und er hat nur einen Gedanken: W. spielt auch nächstes Jahr wieder um die Meisterschaft. Das ist ganz sonnenklar für ihn. Nur in welcher Liga, das ist mittlerweile ein Fragezeichen geworden.
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18.11.2011 22:03 -
Bernd -
Roter Stern Belgrad
(0.3 TK)
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