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Die Schamhaarperücke
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Einst geschätztes Utensil der portugiesischen Bohème verkam sie nach und nach zur Massenware. Jeder hat inzwischen eins, teilweise geht der Trend sogar zur Zweitperücke*. Ob Afro oder Iro, erlaubt ist was gefällt. Die jüngste Entwicklung ist allerdings sehr bedenklich. „Perücke to Go“ aus dem Automaten heißt der neueste Schrei. Borkenkäfer, die sich einst in die liebevoll handgewobenen Geflechte kuschelten gehen auf die Barrikaden. Doch man kann es nicht allen Recht machen. Erfüllt man die Wünsche der Borkenkäfer und geht „zurück zur Natur" fühlen sich die Kameraden in Flecktarn vor den Kopf gestoßen. Nacken und Ohren frei ist deren Motto, ein echtes Dilemma, es soll ja |
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auch einheitlich aussehen. Abhilfe könnte aber eine brandneue Entwicklung schaffen. Die Zauberbüchse! Auf Knopfdruck lässt sich Dichte, Länge und Farbe der Fransen programmieren und stellt sich so auf die individuellen Vorlieben des Verbrauchers ein. Besonders hartgesottene Anhänger der Innovation behaupten sogar, die „Büchse“ stelle sich auf den Lauf der Gestirne und Mondzyklen ein und lasse quasi Horrorskopmäßig das am besten zum Karma passende Haarteil entstehen. Wahnsinn!
*begründet wurde die Tradition des Intimfrisurimitats übrigens von einer gewöhnlichen Putzfrau, die nach missglücktem Kahlschlag in ihrem Putzeimer Inspiration in dem darin schwimmenden wuscheligen Lappen fand
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01.01.2012 23:58 -
Padding Lutscher -
Vitória Setubal
(0.3 TK)
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