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[JABD]
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Auch ein Trainer muss in kritischen Situationen, wenn es um das Wohl der Mannschaft, das Wohl der Spieler und das Wohl des ganzen Vereins geht, zu neuen Mitteln greifen, zu neuen Methoden und vielleicht auch einmal zu ergreifender Rhetorik. Dies passierte just jetzt am Vätternsee…
Mein lieben Kicker,
Manch einer, dem unsere Mannschaft am Herzen liegt, versucht uns einzureden, wir sollen Vorsicht walten lassen, wenn wir uns den fußballspielenden Mannschaften gegenüberstehen, aus Angst vor Niederlagen. Ich versichere euch aber, dass ich mein Leben nicht in Misstrauen gegen meine mir anvertraute und von mir trainierte Mannschaft hinbringen will. Mögen Tyrannentrainer sich fürchten! Ich habe mich immer so verhalten, dass ich nach dem Klubpräsidenten meine Hauptkräfte und meinen Einsatz in die treuen Herzen und den guten Willen meiner Spieler gelegt habe. Daher bin ich jetzt, wie ihr seht, nicht zu meinem Vergnügen, zu meiner Zerstreuung zu euch gekommen, sondern mit dem Entschluss, inmitten des Schlachtgetümmels am Spielfeldrand zu stehen und mit euch zu kämpfen und zu leiden. Meinen Einsatz und meine geopferte Zeit für mein Team, mein Spiel und meinen Verein zu geben, und sei es im Staub |
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dieser dreckigen Aschebahn.
Ich weiß, dass ich zwar den Leib eines schwachen kraftlosen Weibes, dafür aber Herz und Mark eines genialen Spielers, noch dazu eines Spielers der Schwedischen Liga habe, und ich kann nur darüber lachen, dass Göteborg oder Assyriska Föreningen oder irgend ein anderes Team in Schweden es wagen sollte, die Linie unseres Tores mit dem Ball zu überschreiten. Eher dass durch mich Unehre über mein Team komme, will ich deshalb selbst zu den Fußballschuhen greifen, will selbst euer Libero, Masseur und Belohner jeder einzelner eurer tapferen Handlungen auf dem Spielfeld sein.
Ich weiß, dass allein eure spielerischen Fähigkeiten schon Ruhm und Ehre verdient, und ich versichere euch mit trainerlichem Wort, dass diese euch zuteil werden sollen. Inzwischen wird mein Co-Trainer meine Stelle einnehmen. Einen besseren und kreativeren Co-Trainer hat nie ein Trainer vor mir angestellt. Ich zweifle nicht, dass wir dank eures Respekts meinem Co-Trainer gegenüber, eurer Eintracht in der Mannschaft und eurer Kreativität auf dem Feld schon bald einen ruhmreichen Sieg über die Gegner unseres Vereins, meines Teams und meines Vereins erringen werden.
[Frei nach der Tilbury-Rede]
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17.01.2012 15:48 -
fubinini -
Jonköpings Södra IF
(0.3 TK)
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