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ARRIBA ALIANZA #421
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Während die Staatsanwaltschaft in der Bestechungsaffäre um Dalton und Co. jeden überreichten Umschlag doppelt umdreht, versucht sich der Beschuldigte bereits in Sachen Verteidigung. Die 50 Riesen haben er dem Schiedsrichter keineswegs „geschenkt“. Stattdessen sei man schon lange befreundet und Daltons Frau, Señora Dalton (hat die jemals schon mal jemand gesehen?), habe dem Schiedsrichter einen Privatkredit für dessen Reihenhausfinanzierung angeboten. Zum beinahe marktüblichen Zins natürlich, eine Win-win-Situation für beide und in langjährigen Freundschaften völlig normal. Dalton selbst sei zudem nur der Überbringer gewesen.
Unterdessen hatte der Staatsanwalt, ein gewisser Señor Untaxiba (sprich: „Unterschieber“), einen weiteren Umschlag entdeckt, den Dalton dem Schiedsrichter einer anderen Partie übergeben haben soll. |
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Alles halb so will, auch dieser Unparteiische sei ein langjähriger Freund gewesen, in dessen Wohnung in den Anden Dalton mehrfach auf der Durchreise zum nächsten Spiel übernachtet haben soll. Dafür seien natürlich die üblichen (umgerechnet) 150 Euro fällig geworden, die man auch überall sonst auf der Welt für Übernachtungen bei Freunden berappen muss. Und ganz nebenbei hat Sporting Cristal alle Spiele unter seiner Leitung gewonnen. Aber das kann ja auch Zufall sein.
Und so ganz nebenbei hat Alianza wieder mal auswärts gewonnen. Aber in dem ganzen Wirbel um Dalton und seine Freunde kann so was ja schonmal untergehen. Wird Zeit, dass der Fall zu den Akten gelegt wird. Menschenrechte gelten ja bekanntlich immer noch auch für kleinwüchsige Herren mit verschlagenem Blick. Demnach wird ein anständiger Kerl wie Dalton ja wohl noch gute, alte Freunde haben dürfen... |
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27.01.2012 23:08 -
Florian Markert -
Alianza Lima
(0.3 TK)
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