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Eye on Super Friday
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Ganz Finnland gleicht momentan einem wild aufgescheuchten Hühnerhaufen. Eine zentrale Frage beschäftig momentan jeden Finnen: Wer wird der neue Veikkauspräsident?
Amtsinhaber Cavack Lobama als unumstritten zu bezeichnen wäre wohl wirklich blanker Hohn. Der streitbare amtierende Veikkauspräsident liegt aber dennoch immer noch gut im Rennen. In seiner Partei muss er sich mit keinem Widersacher auseinandersetzen. Zu stark hat er sich in den letzten Jahren präsentiert. Seine parteiinternen Konkurrenten sind einfach zu schwach. Er besticht besonders durch seine Erfolge in der Außenpolitik. Doch dies zählt jetzt nicht mehr. Jetzt muss er sich gegen die Konkurrenz anderer Parteien durchsetzen.
Als besonders aussichtsreich gilt Pipp Romney, der sich insbesondere durch seine antiquierten Wertvorstellungen auszeichnet. Seine Chancen sind gut. Sehr gut sogar. Wenn er nicht der Veikkauspräsident wird, ist was ziemlich schief gelaufen. Woran könnte es am Ende scheitern? Seine Kritiker werfen ihm vor, dass er schlichtweg zu reich ist. Und das stimmt auch. Mit seiner Investmentfirma Brain Capital hat er in den letzten Jahren sehr viele TacKen verdient. Und wenn eines das gemeine Volk nicht mag, dann ist es Reichtum.
Wenn es Romney nicht packt, kann es immer noch Mick Hansorumwerden. Selbiger gilt als besonders streitbar und wird vor allem wegen seinen liberalen Ansichten in konservativen Kreisen gerügt. Er wolle den Konsum von Marihuana |
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erlauben und nebenbei die Homo-Ehe einführen. Dies ist selbst für ein so Freiheit liebendes Land wie Finnland einfach zu viel. Da fehlt es nur noch, dass er gesetzliche TK-Versicherungen für alle ein führen will…
Sem Lol, ein verbitterter, erzkonservatier , ehemaliger Senatsabgeordneter aus Helsinki gilt als Überraschungskandidat. Wenn sich die drei Favoriten in die Haare kriegen und sie allesamt für die Öffentlichkeit kein gutes Bild abgeben, tja, dann hat seine Stunde geschlagen. Der Oldie unter den Kandidaten mit den etwas verqueren Ansichten , der liebevoll von Lobama auch „sein Stinkstiefel“ genannt wird, malt sich selbstverständlich noch gute Chancen aus.
Doch wenn jemand noch Chancen hätte, dann wäre dies natürlich der ehemalige Deutschlehrer Arch Gingrich. Er ist unglaublich intelligent und besticht durch sein großes Wissen um die deutsche Grammatik. Kritiker bemängeln seine Defizite in der Außenpolitik und stellen die berechtigte Frage: „Was zum Teufel hat Rechtschreibung mit Politick zu tun?“ Und seit wann spricht man in Finnland deutsch?
Es kann eigentlich noch alles passieren. Das Teilnehmerfeld ist bunt gewürfelt. Selbst Quereinsteiger wie Jojo Gauck, sofern er nicht noch über eine Plagiatsaffäre stürzt, oder die eher minder begabte Enigma Palin werden noch als Kandidaten gehandelt. Wer will schon Meister werden, wenn er auch Veikkauspräsident sein kann. |
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13.03.2012 20:36 -
Count van Lezz -
AC Oulu
(0.3 TK)
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