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Fußball statt Fugu
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Die laufende Saison nähert sich langsam dem Ende, es stehen nur noch zwei ZAT aus. Der Kampf um die Aufstiegsplätze ist nachwievor in vollem Gange. Kataller Toyama dürfte als Aufsteiger so gut wie feststehen: Die Mannschaft des deutschen Trainers Christian J. Schmidt ist seit dem 23. Spieltag Tabellenführer der zweiten Liga und hat noch vier Heim- und zwei Auswärtsspiele vor sich.
Für den derzeit noch trainerlosen Tabellenzweiten, Fagiano Okayama FC, dürfte es hingegen eng werden: Die aufgrund der ungünstigeren Tordifferenz hinter Mito Holly Hock auf Platz vier liegende Mannschaft Kashima Antlers sowie Shimizu S-Pulse können sich ebenfalls noch Hoffnung auf einen Aufstiegsplatz machen.
Traurig ist hingegen die Situation von Tokyo Verdy 1969 unter dem Trainer Ernesto Viajante. Eigentlich hat das Team durchaus die spielerischen Qualitäten, um in der erste Division mitzumischen. Aber der Trainer geht lieber seinen tierischen Experimenten nach, anstatt |
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seine Mannschaft ordentlich zu trainieren. Im Fokus standen bisher die japanischen Eichhörnchen, die - obwohl sie unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fallen - erst hungern mussten, dann mit tierischer Nahrung gefüttert wurden, um letztendlich zu implodieren, nachdem die Elektro-Schock-Therapie versagte.
Neuerdings richtet sich das Interesse von Senior Viajante auf den Kugelfisch. Aber so mancher hat bereits mit dem Leben bezahlt, nachdem er sich mit diesem so unschuldigen Fisch eingelassen hat. Fugu - als Sashimi roh in hauchdünnen Scheiben mit Sojasoße, frittiert oder gebraten (karage) verzehrt oder in einer Suppe zubereitet - ist tödlich, sofern man nicht weiß, die giftigen Bestandteile des Kugelfischs - Haut, Leber, Eierstöcke bzw. Hoden und Gedärme - korrekt und fachmännisch zu entfernen. Jeder, der den Kugelfisch fängt, handelt oder zubereitet, benötigt ein entsprechende Lizenz. Ob der Trainer von Tokyo Verdy 1969 diese vorweisen kann? |
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17.03.2012 14:55 -
Christian J. Schmidt -
Kataller Toyama
(0.3 TK)
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