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Unser aller Ziel
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Vielleicht erreichte uns die Nachricht vom Einlaufen des großen Kreuzfahrtschiffs einfach zu spät. Damals, vor gut 4 Wochen, hatten wir ja noch ganz andere Dinge im Kopf. Wie unnötig dieses Eichhörchen-Experiment doch war! Während wir noch gemächlich durch die Lande tingelten, standen die Anderen schon Hufe scharrend am Kai. Da half es letztlich auch nicht mehr, dass wir uns querfeldein mit den schnellsten Reisesorten, die wir finden konnten, und ohne Rücksicht auf Verluste in Richtung Hafen aufmachten...
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Nun stehen wir hier, am Hafen. Das Schiff hat schon angelegt. Ein glücklicher Tross aus Toyama ist soeben an Bord |
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gegangen. Einige Mönche aus Mito und eine Reisegruppe aus Shimizu scheinen sich gerade die letzten Tickets zu kaufen. Glückliche. Verlockend nahe und doch unerreichbar fern werfen uns die großen, klaren, mit goldenem Rand verzierten Bullaugen verführerische Blicke zu. In wenigen Tagen wird es von dannen ziehen, in die Ferne, gen Horizont, zuletzt für eine halbe Ewigkeit ein kleiner Punkt. Unser aller Ziel.
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Die Neuen, jene, die das Schiff verließen, werden mit neugierigen, mit respektvollen, ehrfürchtigen, skeptischen Blicken bedacht. Wird es Rückkehrer unter ihnen geben? Warum sind sie überhaupt abgestiegen, von Bord gegangen? |
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24.03.2012 13:50 -
Ernesto Viajante -
Tokyo Verdy 1969
(0.3 TK)
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