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[HAARP] oder Sie müssen lauter sprechen, ich hab nur ein Handtuch um!
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Die erste Woche der Nationaltrainerfortbildung war vorbei – und härter als der gutaussehende Feingeist und Alleswisser fubinio je gedacht hätte.
Nicht nur, dass die beteiligten Eleven (hier ist das französische Wort für „Schüler“ gemeint, nicht das englische für eine Zahl, ihr nichtsnutzigen Hirnattrappen!) ihr mangelndes theoretisches und praktischen Wissen als Vorteil herausstellen wollten („wenn ich doch nicht weiß wie es geht, kann ich es auch nicht bewusst falsch machen!“), nein, sie bewiesen ihre Talentlosigkeit auch Tag für Tag aufs Neue und waren auf eine unbestimmte Art sogar Stolz darauf („immerhin nicht so schlecht, wie mit ohne Beine“).
Zum Beispiel Mittwoch: Elfmetertraining.
Yazid: Geht zum Tor, dreht sich um, macht elf Schritte und legt den Ball hin. Da der junge Mann aber etwas größer ist, liegt der Ball außerhalb des Strafraums. Auch der Hinweis, dass der auch Sechzehnmeterraum genannt wird (wiewohl einen halben Meter größer), bringt den Honk nicht von seinem Vorhaben ab. Der Ball verhungert auf dem Weg zum Tor und bleibt kurz vor der Torlinie liegen; der Torwart war gerade dabei, sich ein Eis zu holen.
Powerkraut: Legt den Ball korrekt auf den Elfmeterpunkt. Soweit, so gut. Da man aber möglichst schnell zum Ball rennen soll (der Theoretiker kennt den Impulserhaltungssatz), nimmt der Pfosten etwa 50 Meter Anlauf (er hatte extra einen Startblock mitgebracht) und war, als er beim Ball ankam, so kaputt, |
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dass er keine Kraft mehr aufbringen konnte und der Ball, nur leicht touchiert, nach zwei Metern liegenblieb; der Torwart lehnte am Pfosten und leckt an seinem Eis.
Don Chrille: Er fiel schon auf, als er mit einem Hut ankam. Nach langem Augenrollen ließ fubinio das aber durchgehen, da der Kerl sich nach leiser Kritik auf den Boden warf, schrie und mit den Fäusten trommelte. Der Ball wurde auf den Punkt gelegt (vorbildlich). Die Anlauflänge wurde passen gewählt (vorbildlich). Die Ecke wurde anvisiert (vorbildlich). Der Torwart warf sein Eis weg und stellte sich in die Mitte des Tores. Don Chrille lief an. Kurz vor dem Ball weht der Wind seinen Hut vom Kopf, er greift danach und verknotet dabei seine Beine, fällt mit dem Kopf auf den Ball und holt sich nicht nur eine scherzhafte Verstauchung, sondern auch noch eine Gehirnerschütterung; der Torwart ist nach dem Lachanfall wieder einsatzbereit.
Bleibt Belloumi: Korrekt angezogen mit passender Hose, Trikot, den Elfmeterschießschuhen, das „Handbuch des modernen Fußballs“ in den Händen (Kapitel 17: „Elfmeterschießen, eine theoretische Einführung“) und hört genau zu, was fubinio ihm sagt: „Ball auf den Punkt legen, Anlauf nehmen, Ecke aussuchen und dann drauf…“ Belloumi legt den Ball auf den Punkt, die Anlauflänge passt, der Schuss ist eine Granate – nur leider in die Falsche Richtung. Im Mittelkreis bleibt der Ball liegen.
Fubinio bereitet sich im Moment auf die nächste Übung vor: Abseitsfalle. |
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09.05.2012 22:22 -
fubinio -
Jeunesse Sportive Kabylie
(0.3 TK)
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