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COPA NEWS

Riff Raff - fnacfnac
Fußballtheoretische Überlegungen zum modernen Fußball
Teil 1: Flexible Defensivstrategie


Eine Verlagerung der Spieltheorie, weg von einer rein ballbesitzenden, ballsichernden Kurzpassarie hin zu einem raumgreifenden, überfallartigen Blitzfußball ist – zumindest in der Theorie des modernen Fußballs, wie sie auch im gleichnamigen Buch wiederzufinden ist – eine Notwendigkeit, die sich aus dem oktroyierten Sicherungsgedanken der Viererkette ergibt. Durch die Auflösung des starren Manndeckerverbundes mit abgesetztem Libero und einer sich immer weiter durchsetzenden Flexibilisierung der Abwehr-Mittelfeld- Kohäsion, deutlich werdend in der offensiven Ausrichtung der Außenverteidiger, ist es naturgegeben erforderlich, den möglichen Ballverlust oder fehlerhaften Abschluss einer Spielsituation, auf eine ökonomisch sinnvolle Art zu kompensieren.

Die Kompensationsbestrebungen sind dabei von zwei Zielen geleitet: Zum Einen die erforderliche Absicherung des eigenen Tores durch eine Verengung des gegnerischen Anspielraums in, am und um den eigenen Strafraum. Dies wird möglich durch eine defensive Ausgestaltung des Spielers vor der Abwehr, der zwar dann in der Vorwärtsbewegung

eingeschränkt wird (bzw. deren Folgen durch die Rückkopplung eines weiteren Mittelfeldspielers gedämpft werden), was jedoch die sinnvolle Gegenmaßnahme eines zentralen Vorstoßes des Gegners darstellt.
Zum zweiten durch eine kreative und weiträumige Definition des Aktionsraumes der offensiven Mittelfeldspieler, die nicht nur das Spiel nach vorne tragen sollen, sondern im oben beschriebenen Fall auch Rückwärts-Auswärts-Variabilität als Voraussetzung einer erfolgreichen Abwehrtaktik mitbringen sollten. Während also der Außenverteidiger an der Außenlinie bei Ballbesitz einen Vorstoß weit in die gegnerische Hälfte macht, kann der seitengleiche Mittelfeldspieler diesen unterstützen, hat aber ebenfalls die Aufgabe, bei Ballverlust quasi die Aufgabe des Verteidigers im Defensivkonzept zu übernehmen.
Rücken gleichzeitig die Innenverteidiger vor und die Maßgabe unter Erstens (s. o.) wird erfüllt, kommt es zu einer spielerischen Überzahl im Bereich zwischen Mittellinie und eigenem Sechzehnmeterraum, so dass hier eine eigenen Balleroberung wahrscheinlich wird. Im Idealfall bewegen sich mehr als fünf eigenen Spieler in diesem Raumbereich und können so einen Torerfolg des Gegners verhindern.
09.05.2012 22:28 - fubinini - Jonköpings Södra IF (0.3 TK)


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