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Dummes Huhn in Preiselbeersauce.
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Neulich, als ich wieder mal beim Rasenmähen war, denn auch das bissel Land, auf dem das kleine Häuschen in Södertälje stand, dass ich vor ein paar Jahren gepachtet hatte, musste gepflegt werden, also wie gesagt, als ich mitten bei der Gartenpflege war, kam Frau Pacult leise von hinten heran und wollte mich überraschen. Sie war eben vom Friseur wieder gekommen und ich hatte sie natürlich nicht bemerkt bei diesem lauten Motorengeräusch des Rasenmähers. Als ich sie endlich bemerkte fuhr es mir wie ein Blitz durch Mark und Bein. Ich schrie laut auf und wäre fast über die elektrische Schnur gefahren. Sie hatte sich aus irgendeiner Modezeitschrift der 90-er Jahre einen Bubikopf ausgesucht, und den auch schneiden lassen. |
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Ob denn die Krankheit lange anhalten würde entfuhr es mir völlig überrascht. Sie sah aus wie ein abgefressenes Huhn, das sich zu lange in Käfighaltung befunden hatte. Ja und leider denke ich solche Sätze nicht nur, sondern ich sage sie auch laut heraus. Sie sei kein Huhn, wenn schon, dann ein schönes. Ein dummes, sage ich, ein dummes Huhn in Preiselbeersauce. Ich hasse Veränderungen, vor allem wenn sie mein näheres Umfeld betreffen. Nun darf ich wieder den nächsten Blumenladen und das nächste Pralinengeschäft aufsuchen, um den Pacult´schen Haussegen wieder gerade zu rücken. Was das wieder kostet. Möchte nur wissen, welcher Idiot immer diese alten Zeitungen beim Friseur rumliegen lässt.
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11.05.2012 18:31 -
Dr. P. Pacult -
Assyriska Föreningen
(0.3 TK)
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