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Boleyn bröckelt
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Es ist nicht mehr das, was es mal war. Ganz und gar nicht mehr. Einst ein Hort der Unbesiegbarkeit, eine wahre Festung, das reale Pendant zu den Mauern auf dem eigenen Wappen, präsentiert sich West Hams Heimstätte, der Boleyn Ground, dieser Tage nur noch als Ruine, attraktiv für Touristen, für Auswärtige, unbewohnbar jedoch für Einheimische. Wenigstens ist wieder mehr Spannung, mehr Zittern, mehr Emotion ins Stadion zurückgekehrt. Gelangweilte, selbstsichere, gähnende Gesichter sieht man nun kaum mehr auf den Rängen. Fast jedes Match schwebt in einer hitzigen, angespannten Athmosphäre. Solange man dabei, wie zuletzt gegen die Spitzenteams Charlton und Tottenham nicht |
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den Kürzeren zieht, sondern ganz im Gegenteil aus einem schier auswegslosen 0-3 Rückstand durch ein Last-Minute-Tor noch einen 5-4 Sieg erkämpft, ist alles gut; dann liegen sich alle in den Armen und wissen, warum sie den Fußball so lieben. "Das Bewusstsein, dass wir nicht immer das Maß aller Dinge in England sein können, noch nicht einmal im eigenen Stadion, das ist uns in den letzten Wochen einfach abhanden gekommen und setzte eine Selbstfindungsphase in Gang, die noch etwas dauern wird. Aber auch das geht vorüber und dann können wir hoffentlich wieder unser gesamtes Potential richtig einsetzen." interpretiert Hammers-Coach Dugarry die Entwicklung beim Meister.
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24.06.2012 00:17 -
Dugarry² -
West Ham United
(0.3 TK)
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