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COPA NEWS

Die kleine Mietz auf letzter Reise
Ich möchte keinen mit meinen persönlichen Problemen belasten, aber ich denke, wenn man diese Geschichte irgendwo im WWW veröffentlichen kann, dann hier in Ägypten, weil Katzen in Ägypten schon immer eine besondere Stellung hatten und haben.

Sie kam zu uns so um den 5.Mai 2005 herum besser gesagt, meine Frau brachte sie von Arbeit mit nach Hause. Ihre Mutter, eine wilde streunende Katze, hatte sie im Außengelände eines Baumarktes zur Welt gebracht und der Marktleiter wollte sie beseitigen lassen, also hat die Frau ihr sozusagen das Leben gerettet. Sie zitterte wie Espenlaub und war nicht größer als eine ausgewachsene Männerhand, ganz schwarz mit weißen Pfoten und einem weißen Latz, von der Nase bis zur Brust. Eigentlich wollte ich nie so ein haariges Ding in der Wohnung haben, aber die lieben Kleinen (El Torno und El Plinso) damals 9 und 5 Jahre alt gingen mir natürlich mächtig auf den Sack, dass sie bleiben könne, sie wollten sich auch ganz tolle darum kümmern. Auf die Frage wo sie denn sonst noch hin könne entgegnete die Frau lapidar: „Wasserfass“. Da das auch keine Lösung war wurde ich also überstimmt und das sie ja ganz besonders lieb zu sein schien wohnte sie ab jetzt bei uns. Wir stellten sie beim Tierarzt vor, sie bekam einen Namen, Minka, und musste erst mal erzogen werden. Sie war nun unser drittes Kind sozusagen. Anfangs schullte sie immer unter den Ofen oder unter die Gefriertruhe. Meistens wurde die Frau gerufen mit den Worten:“Deine Katze hat schon wieder in die Wohnung gepinkelt“. Bekannte sagten man müsse ihr den Weg aufs Klo zeigen. Beim nächsten Unfall unter der Gefriertruhe schnappte ich sie, stupste sie mit der Nase in ihre Pfütze und trug sie in 10 cm Höhe den ganzen Weg bis ins Katzenklo, dort buddelte ich ein Loch und setzte sie hinein. Am dritten Tag hatte sie es begriffen und hat nie wieder wo anders gepullert als auf ihrem Katzenklo. Sie wuchs heran und wurde immer größer und munterer. Die Kleinen bemerkten recht schnell, dass sich das neue Spielzeug auch mal wehrte. Aber keiner konnte ihr das so recht übel nehmen, denn ansonsten war sie recht lieb. Wenn uns die Nachbarn besuchten versteckte sie sich hinter der Couch und steckte ihre Pfote von hinten durch die Lehne um nach ihnen zu langen. Der Gaudi war jedesmal groß, wenn ein Nachbar entsetzt zusammenzuckte, wenn sie ihn wiedermal „erwischt“ hatte. Das Jahr ging zu Ende und sie bekam ihre erste Tollwutspritze. Als der Schnee 1996 geschmolzen war durfte sie das erste Mal raus auf den Hof. Sie freute sich sehr, hier zwitscherte das Essen ja noch und Schwupps war sie oben auf dem Baum. Mit viel Mühe und ein paar Leckerlies konnte sie überredet werden wieder runter zu kommen. Von da ab ging sie jeden Tag auf Erkundungstour und wir mussten sie schleunigst sterilisieren lassen. 1997 stand das Kinderzimmerfenster mal offen und davor auf dem Fensterbrett war ein Vogelhäusel, als wir ins Zimmer kamen lagen überall Federn rum, Minka hatte sich ganz auf den Boden gehockt und wackelte mit dem Arsch. Hinterm Schrank saß ein kleiner zerzauster Spatz, den wir natürlich vor dem Raubtier retten mussten, ansonsten war sie aber ganz lieb. 1998 hat sie El Torno das erste Mal so richtig gekratzt, warum wissen wir bis heute nicht, so dass ich sie kurzerhand aus dem Fenster geworfen habe. Die Kinder weinten deswegen mehr als wegen des Kratzers, der Minka machte das nichts aus, nach 1 Stunde war sie wieder da als wäre nix gewesen. 1999 begann die Sanierung unserer Wohnung und wir hatten etwas Streit mit dem neuen Eigentümer und der Baufirma, jedenfalls passierte es, dass Minka eines Morgens nicht nach Hause kam. Die Unruhe war groß. Als sie abends immer noch nicht da war, war uns klar, der Vermieter oder irgend so ein dummer Bauarbeiter hat sie entführt und an die Pharmaindustrie verkauft. Wir schnappten uns alle Taschenlampen die wir kriegen konnten und machten uns auf die Suche, alle Keller wurden durchleuchtet, die angrenzenden

Gärten wurden abgesucht und sogar die Gullideckel haben wir hochgehoben und „Minka Minka“ hinein gerufen. Wie peinlich, am nächsten Morgen war sie wieder da, als wäre nix geschehen, etwas hungriger als sonst, etwas dreckiger als sonst, aber ansonsten ganz okay, sie hatte wohl einen Freund kennen gelernt. Im selben Jahr passierte es auch, dass sie uns eine gefangene Maus mit nach Hause brachte. Eines Morgens saß sie vor der Tür und hatte die Maus im Maul und wollte gelobt werden. Die Frau schrie laut auf: „Minka schaff die Maus runter“, ich streichelte sie (die Minka) und schuppste sie ein wenig Richtung Treppe, sie nahm die Maus und trottete wieder nach unten. Was aus der Maus geworden ist haben wir nie erfahren, aber sie hat dann auch keine mehr mitgebracht. Verständlich, wenn man so angeschrien wird. Es verging eigentlich kein Tag, an dem sie sich keinen Spaß einfallen ließ, aber ansonsten war sie ganz lieb. So ab dem Jahr 2005 wollte sie dann nicht mehr runter auf den Hof, das hing wohl mit dem Kratzer zusammen den sie eines Tages auf der Nase hatte, als sie nach Hause kam. Sie hatte wohl gegen eine Jüngere einen wichtigen Revierkampf verloren und entschied sich dafür, von nun ab zu Hause zu bleiben. Sie entwickelte sich zum Stubentiger, in einer 4 Zimmerwohnung gibt es ja auch allerhand neues zu entdecken. Vor allem wenn wir in der Küche beim Frühstück saßen und in einem der Kinderzimmer knarrte eine Schranktür, dann wussten wir, dass sie gerade wieder verstecken spielen wollte. Ansonsten saß sie viel auf dem Fensterbrett und beobachtete die anderen Katzen, die nun durch ihr ehemaliges Revier streunten, aber das ließ sie kalt. Sie wurde älter, wie wir alle und schlief recht viel. So um 2009 herum stellten wir fest, dass sie nicht mehr richtig hört. Man konnte sich von hinten nähern und sie erschrak jedes Mal, wenn sie uns plötzlich sah und rannte im hohen Bogen davon. Weihnachten 2011 kam heran und Minka versteckte sich wie jedes Jahr die ganze Zeit hinterm Weihnachtsbaum, nur es war das erste Jahr in dem sie nicht mit den Kugeln spielte. An diesem Weihnachten fiel uns auf, dass sie eigentlich in all den Jahren niemals krank war. Doch nun putzte sie sich nicht mehr richtig und aß auch schlecht, also wiedermal Tierarzt, nach all den Jahren, und der zog ihr einen Zahn und entnahm auch gleich ein Stückchen Gewebe aus dem Mund um einige Tests durchführen zu lassen. Sie aß nun wieder etwas besser und im Februar kam dann der Brief vom Amtstierarzt. Minka hat einen Tumor am Unterkiefer und der konnte auch nicht operativ entfernt werden. Es war wie ein Faustschlag mitten ins Gesicht, die Gesetze der Natur hatten uns eingeholt. Unsere Minka, sie war doch noch so jung, fast 17 Jahre zwar, aber ansonsten Mopsfiedel. Der Tierarzt gab uns ein Fläschchen Katzenmorphium mit und sagte wir sollen uns langsam verabschieden. Wir gaben ihr jeden Abend 4 ml Katzenmorphium und verabschiedeten uns jeden Tag ein bisschen mehr, aber sie wollte bei uns bleiben. Immer wenn sie ihre Medizin genommen hatte fühlte sie sich wieder jung und tobte herum wie in besten Jahren. Sie machte auch jetzt mit 17 Jahren und sterbenskrank noch allerhand Unsinn, ansonsten war sie aber ganz lieb. Pfingsten kam und wir wollten wie jedes Jahr 3 Tage verreisen. El Torno half mir die Sachen runter ins Auto zu schaffen und als wir wieder hoch kamen war die Katze weg. Wir suchten in allen Zimmern, als wir in die Küche kamen saß sie auf dem Tisch und knapperte an meinem Beefsteak herum, dass ich 5 min vorher gekauft hatte. Ich scheuchte sie weg, denn ich hatte selbst Hunger und war in Eile, denn wir wollten ins Zittauer Gebirge. Es war das letzte Mal dass ich Minka gesehen habe. Sie starb am Pfingstsamstag, abends in den Armen von El Plinso. Auf der Fahrt zum Tierarzt, der ihr die Schlafspritze gab, sei sie ganz lieb gewesen sagte der Kleine. Das ist es ja, sie war immer ganz lieb und sie fehlt uns so. Wir werden Dich nie vergessen Minka. Danke dass Du 17 Jahre unser Leben bereichert hast.
26.07.2012 11:48 - die rechte Hand - El Mansoura SC (0.3 TK)


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