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Fernsehansprache seiner Kaiserlichen Majestät
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Die Verlauf des Kaiser-Pokals, des japanischen Ligapokals, der erstmals seit 23 Jahren wieder ausgetragen wird, wird am japanischen Kaiserhof selbst in den höchsten Palastkreisen mit großem Interesser verfolgt. Tenno Haika, Kaiser Akihito, ist allerdings angesichts des bisherigen Abschneidens der beiden ausländischen Vertreter etwas beunruhigt, dass der Kaiser-Pokal erstmals an eine Mannschaft außerhalb Japans verliehen werden könnte. Denn der australische Vertreter, Brisbaine Roar, führt nach zwei von fünf Viertelfinalspielen mit 2:0 und scheint widererwartend stärker zu sein als gedacht. Aber auch die Mannschaft aus Singapur, Tampines Rovers, zeigte bisher eine starke Leistung.
Vor diesem Hintergrund hat sich seine Kaiserliche Majestät entgegen den Traditionen am japanischen Hof ein zweites Mal seit seiner Inthronisierung 1989 mittels einer Fernsehansprache an das japanische Volk gewandt:
"Liebe Untertanen, werte Mitbürgerinnen und Mitbürger, mit großem Interesse habe ich seit längerer Zeit die fussballerische Entwicklung unseres Landes verfolgt. Hervorheben möchte ich die WM-Teilnahmen 2002 |
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und 2010, wo unsere Nationalmannschaft jeweils das Achtelfinale erreicht hat. Letztes Jahr haben wir zum vierten Mal die Asienmeisterschaft gewonnen und sind damit alleiniger Rekordhalter. Auch der Kaiser-Pokal, der zu Ehren meines Vaters nach ihm benannt ist und das erste Mal seit seinem Tod 1989 wieder ausgetragen wird, verfolge ich mit großem Interesse. Erstmals nehmen zwei ausländische Mannschaften als Gastmannschaften teil. Doch widererwartend spielen diese Mannschaften aus Australien und Singapur stärker als erwartet, oder die japanischen Teilnehmer spielen nicht mit der gewohnten Souveränität. Liebe Untertanen, werte Mitbügerinnen und Mitbürger, ich fordere Euch auf, die japansichen Vertreter im Kaiser-Pokal nach besten Möglichkeiten zu unterstützen, sei es in den Stadien, sei es zuhause vor dem Fernsehen. Denn der Gewinn des Kaiser-Pokals ist eine nationale Aufgabe und Verpflichtung. Die Spieler der verbleibenden japanischen Vertreter im Kaiser-Pokal sollen wissen, dass die ganze Nation und auch meine Person hinter ihnen stehen und die beste Mannschaft zum Sieg und zum Titelgewinn begleiten werden. Es lebe der japanische Fussball! |
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14.09.2012 23:51 -
Christian J. Schmidt -
Kataller Toyama
(0.3 TK)
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