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Zuggespräche in Peru, Teil 7
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(Ein Österreicher, ein Mann mit fettigen Haaren und ein Medizinstudent stehen mit ihrem D-Zug wartend vor einem Haltesignal des Bahnhofs von Lima.)
Mann mit fettigen Haaren: „Ah, herrlich viel Platz hat man heute hier. Gut, dass der bärtige Skandinavier mit seinen Sprungskiern nicht da ist. Nur die Sitze sind etwas glitschig.“
Österreicher: „Sie haben sich beim Zusteigen ja auch in meinen Topfenstrudel gesetzt!“
Mann mit fettigen Haaren: „Oh, Entschuldigung… Na, besonders lecker ist der aber auch nicht. Ist das bei Ihnen in der Schweiz eine lokale Spezialität?“
Österreicher: „Hören Sie mal! Meine Sprachfärbung klingt doch nicht nach der Schweiz! Das ist allerfeinster Wiener Schmäh, den ich hier versprühe. Bei uns gibt es in den Sacherstuben Einspänner und Melange sowie feinstes Naschwerk. Die von Ihnen genannte Nation ist eher auf die Beihilfe bei der Steuerhinterziehung spezialisiert.“
Mann mit fettigen Haaren: |
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„Ach, ich dachte das wären die Liechtensteiner. Aber was machen Sie denn mit einem Pferd in einem Café?“
Österreicher: „Ein Einspänner ist kein Ackergaul, sondern eine Kaffeespezialität. Vereinfacht gesagt ein kleiner Mokka mit Schlagobers… und bevor Sie wieder nerven, so nennt man Sahne bei uns in der Alpenrepublik. Schreiben Sie sich das hinter die Ohren!... Sagen Sie mal, unrasierter Mann mit dem Stethoskop, kennen Sie sich etwa auch so gar nicht mit Österreich aus?“
Medizinstudent: „Wie? Entschuldigung, ich muss eingeschlafen sein. Was hatten Sie gefragt?
Österreicher: „Ob Sie eine Meinung zu Felix Austria haben.“
Medizinstudent: „Nein, nur zu Felix Magath. Aber einen kleinen Hinweis habe ich für alle Alpenländer, da man das bei Ihnen ja immer gerne verwechselt. Also, nochmals zum Merken: Beethoven war Deutscher, der schlecht gelaunte Landschaftsmaler und Hobbystratege dagegen Österreicher. Umgekehrt ist es falsch.“
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11.12.2012 19:28 -
Ole Gunnar Fidjestöl -
Colegio Nacional de Iquitos
(0.3 TK)
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