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Tunesischer Fussballverband fordert bessere Öffentlichkeitsarbeit
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Es ist ruhig geworden um Tunesiens Mannschaften der Nationale A. In der Vergangenheit veröffentlichten fast alle Vereine die neusten News rund um Ihre Teams oder um andere wissenswerte Themen. Doch es scheint, dass die Verantwortlichen bei den Vereinen kommunikationsmüde geworden sind. In der letzten Zeit haben lediglich El Makarem de Mahdia unter Trainer Don Hernàn und Union Sportive Monastirienne unter deren Trainer Christian S. Schmidt regelmäßig berichtet. Was ist die Ursache?
Seit dem Umsturz des Ben Alis-Regimes im Rahmen der Jasmin-Revolution hat sich in Tunesien vieles zum Negativen verändert. Die Menschen haben zwar mehr Freiheit und Unabhängigkeit gewonnen, doch Tunesien kämpft gegen die |
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Korruption sowie gegen die schwere Rezession an, letztere mit verherrenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Die ohnehin hohe Arbeitslosenquote in Tunesien (2010: geschätze 13 %) ist weiter stark angestiegen und dürfte vergangenes Jahr die 20%-Marke überschritten haben. Jeder zweite Erwachsene unter 25 Jahre ist arbeitslos. Tunesien gilt als Fussball begeistertes Land, doch angesichts der wirtschaftlichen Umstände fehlt es den Tunesien schlicht weg an Geld, um sich die Fussball-Nachrichten zu kaufen. Weiter sparen die Vereine lieber die mit der Veröffentlichung verbundenene Kosten. Es bleibt nur zu hoffen, dass mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage auch die Kommunikationsmüdigkeit der Fussballvereine wieder abnimmt. |
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05.01.2013 18:02 -
Christian S. Schmidt -
US Monastir
(0.3 TK)
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