|
Gefangen in der Suchmaschine
|
Es gehört zu den Grundbausteinen der postmodernen Eitelkeit, seine eigene Bedeutung zu erforschen und zu diesem Zweck den eigenen Namen zu googeln. Natürlich bildet der beliebteste Entertainer des Warschauer Paktes hier keine Ausnahme, auch wenn die Ergebnisse zumeist niederschmetternd sind. So zählen bei der Suche nach „Wolfgang Lippert“ weiterhin der „Baumarkt“ und die „Kombizange“ zu den häufigsten Treffern, nur weil der Brillenträger aus Ost-Berlin einmal ein derartiges Werkzeug in der Innentasche des Trenchcoats vergessen hatte. Undankbare Welt und verdammtes Google! Im Gegensatz dazu muss man schon in die Tiefen des Netzes herabsteigen, wenn man Lippi mit den Stichworten „Japan“, |
|
|
|
„Erfolgstrainer“ oder „sympathisch“ kombiniert. Hier ist die Trefferzahl noch immer verschwindend gering, während die mediale Geringschätzung seiner fast vergessenen Fehltritte dominiert. Vielleicht gab es aber eine einfache Erklärung hierfür: Wahrscheinlich waren all die positiven Statements und Lobpreisungen in japanischer Sprache verfasst worden und somit bei der Suche ignoriert worden. Oder Google war einfach ein durch und durch hinterhältiges Unternehmen, dass mit seinen miesen Gemeinheiten nur für schlechte Laune bei Ostdeutschen sorgen wollte. Je länger Lippi über die Situation nachdachte, umso plausibler erschien ihm letzteres Szenario. Er würde zukünftig um Suchmaschinen einen großen Bogen machen. Zumindest für heute. |
|
14.01.2013 19:35 -
Wolfgang Lippert -
Avispa Fukuoka
(0.3 TK)
|
|